21.07.2025
Ex-DPOY kommt aus Washington
Nach Deandre Ayton werden die Los Angeles Lakers mit Marcus Smart einen weiteren Spieler über den Buyout-Markt bekommen - und das kostengünstig.

Marcus Smart wird in der kommenden Saison gold und lila tragen - wer hätte das vor gut zwei Jahren für möglich gehalten? Neun Jahre ackerte der Guard für die Boston Celtics, den Erzrivalen der Lakers, war dort Publikumsliebling und Identifikationsfigur. 2022 wurde Smart sogar Verteidiger des Jahres, eine seltene Ehre für einen Guard, nun bringt er seine Fähigkeiten bei den Lakers ein.
Für zwei Jahre und elf Millionen Dollar wird Smart unterschreiben, das ist ein kleiner Steal für die Lakers, die nach dem Abgang von Dorian Finney-Smith so dringend einen Verteidigungsspezialisten für den Flügel benötigten. Doch wie gut ist Smart wirklich noch? In Memphis sollte der frühere Lottery Pick die Defense von Dillon Brooks ersetzen, doch durch diverse Verletzungen wird seine Zeit bei den Grizzlies in Vergessenheit geraten.
Gleiches gilt für die Zeit in Washington, wohin ihn Memphis abschob, um Geld zu sparen, welches sie für die Vertragsverlängerung von Jaren Jackson Jr. benötigten. Smart hätte 25/26 gut 21 Millionen Dollar von den Wizards erhalten, einen Teil davon werden die Wizards, die gerade ein neues Team aufbauen, durch die Vertragsauflösung einsparen.
| Spiele | MIN | PTS | FG% | 3P% | REB | AST |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 34 | 20,0 | 9,0 | 39,3 | 34,8 | 2,1 | 3,2 |
Die Lakers brauchen Smarts Qualitäten, am besten jene von vor einigen Jahren. Ob der Edelverteidiger das noch liefern kann, ist fraglich. 31 ist zwar heutzutage kein Alter mehr, doch Smarts halsbrecherische Spielweise ohne Rücksicht auf Verluste hat seinen Tribut gezollt. In den vergangenen sechs Jahren absolvierte der Aufbauspieler nur einmal mehr als 70 Partien, immer wieder warfen ihn kleinere Wehwehchen zurück.
Davon abgesehen sollte Smart aber gut zu den Lakers passen. Der 31-Jährige kann in der Theorie sowohl Guards als auch größere Forwards verteidigen, nur bei kleinen, wendigen Backcourt-Spielern hatte Smart auch in seiner besten Zeit gewisse Probleme. In einem Team mit Luka Doncic, Austin Reaves und LeBron James wird seine Defense dringend benötigt, weniger dagegen die Offense. Ob Smart startet? Das wird die Zeit zeigen, womöglich kommt er eher als weiterer Spielmacher von der Bank.
Es ist ein Bonus, dass Smart auch selbst Plays machen kann und nicht nur in der Ecke stehen muss, dafür wurde der Ex-Celtics-Spieler aber nicht geholt. Es bleiben dennoch Fragezeichen, ob Smarts Shooting wirklich gut genug ist, um das Feld für die beiden Superstars breit genug zu machen. Seit Jahren pendelt Smart zwischen 30 und 36 Prozent von der Dreierlinie, zumeist hat er aber das Selbstvertrauen, um jeden Wurf zu nehmen.

Für den Preis war es dennoch ein No-Brainer, da man so kostengünstig wohl kaum eine Alternative aus dem Hut gezaubert hätte. Smart hat seine Ecken und Kanten, doch aufgrund der sehr dünnen Rotation können die Lakers jegliche Hilfe gut gebrauchen - wenn Smart denn fit bleiben kann.
Einen Haken gibt es aber noch: Um die Finanzen passend zu machen, mussten sich die Lakers nicht nur von Shake Milton, sondern auch von Jordan Goodwin trennen, der im Vorjahr Rotationsminuten erhielt.
Gerüchte über einen Trade bewahrheiteten sich nicht, hier wären Gabe Vincent, Maxi Kleber oder Jarred Vanderbilt die logischen Kandidaten gewesen.
| PG | SG | SF | PF | C |
|---|---|---|---|---|
| Luka Doncic | Austin Reaves | LeBron James | Rui Hachimura | Deandre Ayton |
| Marcus Smart | Gabe Vincent | Jake LaRavia | Jarred Vanderbilt | Jaxson Hayes |
| Jordan Goodwin | Bronny James | Dalton Knecht | Adou Thiero | Maxi Kleber |
rar