vor 8 Stunden
Aus gegen Frankreich
Der starke Lauf ist beendet. Mit vier Siegen in Folge hat sich die DBB-Auswahl bis unter die besten vier Teams der Welt gespielt. Im WM-Halbfinale gegen Frankreich war allerdings nichts zu holen - Kapitänin Marie Gülich erklärt im Gespräch mit basketball-world.news, wie es zur 64:86-Niderlage kam.

"Die Turnover", nannte Marie Gülich knapp als entscheidenden Unterschied. 24 davon leistete sich ihr Team gegen Frankreich. Die Französinnen setzten Deutschland mit Beschattung über das ganze Feld permanent unter Druck.
"Man muss einfach die Ruhe bewahren. Wir haben sie nicht bewahrt und dann hat man einfach einen Tunnelblick, man will den Ball loswerden." Die Gelassenheit habe gefehlt. Der Ball sei dann "wie eine heiße Kartoffel" - und lande letztlich dort, wo er nicht hin soll. "Ich glaube, das ist einfach unsere Schwäche gewesen heute und darin müssen wir einfach besser werden."
Gülich selbst stemmte sich mit zwölf Punkten und zehn Rebounds gegen die Niederlage. Am Ende musste aber auch die Kapitänin anerkennen, dass die Gegnerinnen an diesem Abend besser waren. "Man darf gegen Frankreich verlieren - so ist es nicht. Natürlich wünscht man sich das nicht und man wünscht sich auch nicht, so zu verlieren, wie wir heute verloren haben." Die Französinnen hätten "es verdient, in diesem Finale zu stehen. Sie haben auch eine richtig, richtig gute Chance gegen Amerika."
Lange hadern kann Deutschland ohnehin nicht. Das kennt die Mannschaft aus diesem Turnier bereits: Nach der Auftakt-Niederlage gegen Spanien folgte die schnelle Reaktion, anschließend arbeitete sich die DBB-Auswahl von Sieg zu Sieg. Nun wartet am Sonntag um 16.30 Uhr die Chance auf Bronze.
Für Gülich ist der Umgang mit der Niederlage ziemlich klar. "Wir fahren jetzt ins Hotel, ruhen uns aus und dann stehen wir da morgen wieder. So wie wir das auch nach dem Spanien-Spiel gemacht haben. Das ist unser Beruf."
Franziska Staupendahl