04.03.2026
EL will zudem zusätzliche Lizenzen verteilen
Der ehemalige EuroLeague-CEO Motiejunas hatte einer Kooperation mit der NBA noch eine Absage erteilt. Unter Nachfolger Bueno zeichnet sich eine Wende ab. Wie die Liga nun selbst mitteilte, habe man wieder "konstruktive Gespräche" miteinander geführt.

Am gestrigen Dienstag versammelte sich das "Board of Shareholders" der EuroLeague oder anders ausgedrückt: Die Kluboberen aller A-Lizenzinhaber kamen zusammen, um über die strategische Ausrichtung der Liga zu sprechen. Dabei wurde unter anderem ein Maßnahmenplan verabschiedet, der das langfristige Wachstum fördern soll.
Einer der wichtigsten Beschlüsse betraf die anwesenden Klubs aber gar nicht selbst. Wie die EuroLeague auf ihrer Website mitteilte, habe man sich darauf geeinigt, die Anzahl permanenter Lizenzen zu erhöhen. Das Thema sorgt bei Inhabern der B-Lizenz, darunter beispielsweise die serbischen Klubs Roter Stern und Partizan Belgrad, seit Jahren für Unmut. So ist die Teilnahme jener Teams am Wettbewerb nicht dauerhaft gesichert. Darüber hinaus erhalten sie nur einen kleineren Anteil der Erlöse.
Ebenfalls relevant ist die Einigung auf eine Kapitalerhöhung durch die Klubs. Demnach wollen die Gesellschafter der EuroLeague 2,5 Milliarden Euro sammeln, um Wachstumsinitiativen zu realisieren. Ein erheblicher Teil dessen soll direkt in die Modernisierung vorhandener Arenen fließen, um die Kapitaleinnahmen zu diversifizieren.
Zudem wurden auch "konstruktive Gespräche" mit leitenden Verantwortlichen der NBA erwähnt. "Der Vorstand bekräftigte seine Bereitschaft, einen Rahmen für strategische Partnerschaften sowohl auf Liga- als auch auf Vereinsebene zu prüfen", hieß es in der Pressemitteilung. Die Nachricht stellt nun auch ganz offiziell eine Art Wendepunkt im Poker mit der US-Liga dar.
Noch unter Ex-CEO Paulius Motiejunas blockte die EuroLeague jegliche Avancen der NBA ab. Hinweise darauf, dass nicht alle Gesellschafter diese Einstellung teilten, gab die vorzeitige Entlassung des Litauers zu Jahresbeginn. Als Nachfolger wurde in Chus Bueno ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der NBA ernannt, dem noch immer hervorragende Kontakte über den großen Teich nachgesagt werden. Seither wird spekuliert, ob die EuroLeague ihre ablehnende Haltung gegenüber der NBA aufgeweicht oder gar aufgelöst hat.
jos