14.03.2026
NBA kompakt am Samstagabend
Victor Wembanyama hat gegen die Charlotte Hornets dominiert und die San Antonio Spurs zurück in die Erfolgsspur geführt. Die Atlanta Hawks bleiben derweil das heißeste Team der Liga, während die Philadelphia 76ers einen knappen Sieg über die Zeit gerettet haben.

Die New Yorker kamen katastrophal ins Spiel und trafen in den ersten 24 Minuten so gut wie gar nichts. Nach dem ersten Viertel lagen sie bereits mit 13 Zählern zurück (16:29), Mitte des zweiten Viertels waren es sogar schon -25. Dabei zeigte Philly, das weiterhin auf Joel Embiid und Tyrese Maxey verzichten muss, kein besonders gutes Spiel (50 FG%, 25 3P%), die Nets aber ein umso schlechteres.
Ihre 16 Punkte aus dem ersten Viertel unterboten sie sogar noch und durften sich bei Josh Minott bedanken, der die Seinen mit einem tiefen Dreier 33 Sekunden vor der Halbzeit vor der schlechtesten ersten Hälfte der Franchise-Geschichte bewahrte. Dieser Negativrekord liegt bei 29 Punkten, dank Minott rettete Brooklyn sich zur Pause noch auf 31 Punkte. Die Sixers hatten zu diesem Zeitpunkt bereits 53 Punkte auf der Anzeigetafel stehen.
Nach der Pause war Brooklyn jedoch auf einmal besser im Spiel. Angeführt von Center Danny Wolf und Minott arbeiteten sie sich Stück für Stück zurück in die Partie und waren nach einem 25:9-Lauf im Schlussviertel auf einmal wieder auf -5 dran. Auch ein Timeout von Nick Nurse konnte den Nets-Lauf jedoch nicht aufhalten, die nach einem Dreier von Tyson Etienne 3:33 Minuten vor dem Ende tatsächlich in Führung gingen.
Am Ende war es aber die individuelle Klasse der Sixers, die sich doch durchsetzte. In der Crunchtime übernahm Topscorer Quentin Grimes (28 Punkte, 10/22 FG) die Kontrolle und machte den Sieg für die Seinen perfekt. Neben Grimes waren Justin Edwards (19) und Rookie VJ Edgecombe (16) die besten Werfer. Bei den Nets scorten Wolf (15, 10 Rebounds) und Minott (14) am besten.

Deutlich einfacher war es dagegen für die Atlanta Hawks gegen die Bucks, die auf ihren Superstar Giannis Antetokounmpo verzichten mussten. Entsprechend leichtes Spiel hatten die Hawks, die nun neun Spiele in Serie gewonnen haben, was der längste Lauf der Franchise seit 2014/15 ist.
Bei den Hawks, die sich durch ihr starkes Rebounding 19 Würfe mehr als ihre Gegner erarbeiteten, war CJ McCollum mit 30 Punkten (10/18 FG) der beste Werfer, gefolgt von Jalen Johnson, der mit 23 Punkten, zehn Rebounds und zwölf Assists sein nächstes Triple-Double auflegte. Nickeil Alexander-Walker steuerte weitere 20 Zähler bei.
Bei den Bucks, die vier Spiele in Serie und acht ihrer vergangenen zehn verloren haben, war Ryan Rollins mit 22 Punkten (8/11 FG) der beste Werfer, gefolgt von Kevin Porter Jr.. Bobby Portis steuerte von der Bank kommend 14 Zähler bei.
Mit den Hornets und Bucks standen sich in San Antonio zwei der heißesten Teams der Liga gegenüber, die sich über weite Strecken des Spiels ein ansehnliches Duell lieferten. Die Spurs kamen dabei deutlich besser in die Partie und führten früh zweistellig, ehe die Hornets dank eines überragenden Kon Knueppel (17 Punkte im dritten Viertel) zurückkämpften.
Ein Dreier von Miles Bridges zu Beginn des vierten Viertels stellte sogar auf -4 aus Hornets-Sicht, ehe die Spurs erneut aufdrehten. Dank Victor Wembanyama, der an beiden Seiten des Felds nicht zu stoppen war, startete San Antonio einen 12:0-Lauf, der sie wenige Minuten vor dem Ende uneinholbar in Front brachte.
Wemby war auch sonst der überragende Spieler des Abends. Der Franzose erzielte 32 Punkte (13/23 FG, 5/9 Dreier), holte sich zwölf Rebounds, spielte acht Assists und blockte drei Würfe. Stephon Castle steuerte weitere 15 Punkte, sieben Rebounds und zehn Assists bei und war mit einem Plus-Minus von +22 der statistisch mit Abstand wichtigste Spurs-Spieler. De'Aaron Fox kam auf 17 Zähler.
Bei den Hornets war Bridges (22) der beste Werfer, gefolgt von Knueppel (20) und Coby White (18). Brandon Miller erwischte dagegen einen gebrauchten Abend (2/14 FG, 6 Punkte).
gfr