13.06.2025
BBL Play-Offs erneut in der Kritik
Der Play-Off-Spielplan der Basketball-Bundesliga bleibt weiter ein Thema. Nun kritisierte auch Nationalspieler Andreas Obst im Vorfeld der Final-Serie zwischen dem FC Bayern München und ratiopharm Ulm die Ansetzungen scharf. Auch Final-Gegner Ulm ist unglücklich.

Das Thema Spielplan bleibt in der BBL ein heißes. Die Rückkehr zum "1-1-1-1-1"-Modus, also dem ständigen Wechsel des Heimrechts sowie die vielen freien Tage zwischen den Partien sind weiterhin ein Zankapfel.
Nationalspieler Andreas Obst ist ebenfalls kein Fan und wurde deutlich. "Ich weiß nicht, was diese Play-Off-Ansetzungen und der Modus sollen. Da bin ich kein Fan von", sagte der Guard bei einem Mediengespräch im Vorfeld der BBL Finals.
"Es ist nicht einfach zu managen, wenn man immer so viele freie Tage hat", führte Obst weiter aus und nahm damit Bezug auf die Niederlage zum Auftakt der Halbfinal-Serie gegen Heidelberg, als man eine Woche kein Spiel absolvierte, weil die Bayern im Viertelfinale den MBC mit 3-0 schlugen.
Während in anderen Ligen fast ausschließlich im Zwei-Tages-Rhythmus gespielt wird, setzt die BBL - auch wegen der vielen Reisen durch den wieder eingeführten Modus mit Heim- und Auswärtsspielen - auf längere Pausen mit zumeist zwei freien Tagen zwischen den Spielen. Sollte es zu einem Spiel 5 in den Finals kommen, würde die Postseason, Play-Ins eingerechnet, satte 45 Tage dauern.
Zum Vergleich: Die spanische ACB spult ihr Programm in nur 29 Tagen ab (kein Play-In, nur Best-of-Three im Viertelfinale), in Frankreich dauert es 36 Tage, ähnlich sieht es in der Türkei aus.
Zwar könnte man meinen, dass nach der Quälerei der Hauptrunde mit der Doppelbelastung durch BBL und EuroLeague mehr freie Tage gewünscht wären, doch da wäre noch eine andere Sache: "Es gibt Menschen, die nach der Saison noch woanders spielen werden", nahm Obst Bezug auf die kommende EM. "Ich verstehe nicht, wieso man diese Play-Offs so in die Länge zieht."

Auch beim Gegner aus Ulm herrscht Unmut, weswegen nach Spiel 5 gegen Würzburg eine neue Terminierung gefordert wurde. Hintergrund ist, dass die beiden Ulmer Youngster Ben Saraf und Noa Essengue in den Spielen 4 und 5 (24. und 26. Juni) nicht zur Verfügung stehen könnten, da die Ansetzungen mit dem NBA Draft (25./26. Juni) kollidieren.
Der Klub habe "einen Vorschlag zur Anpassung des gesamten Zeitplans" bei der BBL eingereicht, teilten die Ulmer nach dem Sieg im entscheidenden fünften Halbfinale gegen die FIT/One Würzburg Baskets (91:84) mit. Vermutlich besteht dieser darin, Spiel 4 nach vorne zu legen und Spiel 5 zu einem späteren Zeitpunkt auszutragen. Wer davon sicherlich kein Fan ist? Andreas Obst.
rar