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    NBA

    vor 10 Stunden

    Gleich zweimal OKC geärgert

    Was Wagners Magic von Neu-Coach Sweeney erwarten können

    Sean Sweeney ist der neue Coach der Orlando Magic. Es wird seine erste Station als Head Coach sein, dennoch hat sich der 42-Jährige in der NBA schon einen Namen gemacht. Ein Überblick, was man vom Nachfolger von Jamahl Mosley erwarten kann.

    Sean Sweeney ist der neue Coach von Franz Wagner.
    Sean Sweeney ist der neue Coach von Franz Wagner. Imagn Images/picture alliance

    Knapp eine Woche ist es her, dass die Orlando Magic ihren neuen Coach in Sean Sweeney verkündeten. Noch war der 42-Jährige aber noch nicht in Orlando, derzeit kämpft er mit den San Antonio Spurs noch um die Championship in der Rolle als Assistent. Seit 13 Jahren tut er dies bereits schon, viele Jahre unter Jason Kidd (Brooklyn, Milwaukee, Dallas), dazwischen an der Seite von Dwane Casey (Detroit) und derzeit bei den Spurs unter Mitch Johnson.

    Es ist also noch offen, wie sich Sweeney als Head Coach gibt und welche Philosophie er vertritt. Gleichzeitig gibt es Anzeichen. Der Mann aus Minnesota war sowohl in Dallas als auch in San Antonio für die Defense verantwortlich. Mit seinen Teams gelang es ihm, gleich zweimal die Oklahoma City Thunder in einer Playoff-Serie zu schlagen, auch weil Dallas als auch San Antonio defensiv Wege fanden, um den Champion von 2025 auszubremsen.

    Man kann also davon ausgehen, dass die Magic nicht ihre Philosophie mit aggressiver Defense über den Haufen werfen, sondern diese lediglich anpassen und eine neue Stimme in der Kabine bekommen. "Er ist ein moderner Coach, der auf beiden Seiten des Feldes die Spieler besser machen möchte", kündigte Magic-Präsident Jeff Weltman an. "Ich glaube daran, dass wir ein Team formen können, das weiter wachsen kann."

    Sweeney - gleicher Spielstil, andere Stimme?

    Sweeney selbst erklärte vor einiger Zeit, dass er daran glaube, dass schnelles Spiel in der heutigen Zeit entscheidend sei. Ähnliches versuchte man in Orlando in der abgelaufenen Saison, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Die Balance passte zumeist nicht, hier soll Sweeney ansetzen.

    Giannis Antetokounmpo wird auch mit den Orlando Magic in Verbindung gebracht.
    Giannis Antetokounmpo wird auch mit den Orlando Magic in Verbindung gebracht. Getty Images

    Es bleibt natürlich die Frage, mit welchem Kader dies geschehen wird. Die Gerüchteküche in Orlando brodelt, auch der Name von Giannis Antetokounmpo (ihn coachte Sweeney bereits) fällt immer mal wieder. Gleichzeitig sind nach dem Trade von Desmond Bane der Großteil der Picks weg und in der Free Agency besteht auch nur wenig Flexibilität.

    Aufgrund des einsetzenden Maximalvertrages von Starspieler Paolo Banchero übersteigen die Magic in der kommenden Saison erstmals (in dieser Konstellation) den First Apron. Mit Stand jetzt Kaderkosten von rund 218 Mio. Dollar wäre Orlando 2026/27 das viertteuerste Team der Liga.

    Orlando Magic: Alle Spieler, Verträge und Gehälter

    Magic-GM deutet Kontinuität an: "Wasser steht uns nicht bis zum Hals"

    Dazu gilt das Front Office der Magic als notorisch konservativ. Viele drastische Veränderungen gab es in der Ära Weltman selten. "Uns gefällt das Team", beteuerte Weltman kürzlich in einem Radio-Interview. "Wir waren einen Sieg, man kann auch sagen eine Verletzung, davon entfernt, den Top-Seed zu schlagen."

    Gemeint ist hier natürlich Franz Wagner, der sich in Spiel 4 verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. "Wer weiß, was passiert wäre? Der Osten ist kompetitiv, aber auch sehr offen. Ich finde deswegen nicht, dass uns das Wasser bis zum Hals steht, um einen großen Move zu machen."

    Womöglich wird so der Trainerwechsel wirklich die größte Veränderung in Orlando bleiben. Wahr ist auch, dass die Mannschaft selten in Bestbesetzung antreten konnte und Kontinuität nicht gegeben war. Die nächste Saison könnte mit Sweeney die letzte Chance sein, dies zu ändern.

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    Robert Arndt