vor 9 Stunden
Comeback des Nationalspielers ungewiss
In Spiel 4 der Playoff-Serie gegen Detroit zog sich Franz Wagner eine Wadenzerrung zu. Das gestrige Spiel verpasste der Berliner bereits. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Eine kurzfristige Rückkehr wäre mit enormen Gefahren verbunden.

Die Orlando Magic gelten derzeit als große Überraschung der laufenden Playoffs. Auch trotz der jüngsten Niederlage gegen die Detroit Pistons in Spiel 5 (109:116) führt das Team aus Florida die Erstrundenserie weiterhin mit 3-2 an. Ein großer Faktor dabei: Franz Wagner. Der Berliner erzielte im Schnitt 16,8 Punkte pro Spiel.
Noch wichtiger aber schien sein Einfluss am defensiven Ende, wo er der primäre Bewacher von Cade Cunningham war. Der Pistons-Guard blieb in den Spiel 3 und 4 überraschend ineffizient und leistete sich allein in den beiden Partien 17 Ballverluste.
Die Nachricht von Wagners Wadenzerrung trifft die Magic deshalb gleich doppelt hart. Die typische Ausfallzeit wird mit mindestens zwei Wochen taxiert. "Eine Wadenzerrung will man nicht auf leichte Schulter nehmen", erklärte Mitspieler Paolo Banchero am Mittwoch gegenüber Reportern in Detroit. Ein Einsatz bereits in Spiel 5 wäre deshalb "nicht besonders clever."
Diese Lehre lässt sich auch aus der Geschichte schlussfolgern. Erst im vergangenen Jahr hatte sich Tyrese Haliburton in Spiel 5 der NBA-Finals eine Wadenzerrung zugezogen und versucht, durch die Verletzung hindurch zu spielen. Im finalen siebten Duell mit den OKC Thunder riss sich der Point Guard schließlich die Achillessehne.
Zu einer ähnlichen Situation war es bei Kevin Durant sechs Jahre zuvor gekommen. Der Scharfschütze, damals noch im Trikot der Golden State Warriors, laborierte ebenfalls an einer Wadenzerrung. Einen Monat später riss auch er sich die Achillessehne in den Finals.
jos