24.03.2026
Zweimal in Serie nicht eingesetzt
Zum zweiten Mal in Folge wurde Moritz Wagner bei den Orlando Magic nicht eingesetzt. Es ist ein Trend, der sich in den vergangenen Spielen andeutete.

Es ist gar nicht lange her, als man die Rückkehr von Moritz Wagner herbeisehnte. Ein emotionaler Leader von der Bank kommend schien das zu sein, was Orlando dringend brauchte und es ist auch nicht lange her, dass die Orlando Magic sieben Spiele in Serie für sich entschieden.
"Wir spielen jetzt besseren Basketball, aber natürlich hatten wir in ein paar Spielen auch ein bisschen Glück", sagte Wagner vor knapp zwei Wochen in seinem Podcast Kannst du so nicht sagen. Dieses Glück fehlte zuletzt bei den knappen Niederlagen gegen OKC, die Lakers und in der vergangenen Nacht gegen die Indiana Pacers. Nach fünf Schlappen in Serie ist wieder Ernüchterung eingekehrt.
Auch beim Berliner, der seit seiner Rückkehr 29 Partien absolvierte, nun aber gegen die Lakers und Pacers nicht mehr eingesetzt wurde. In durchschnittlich 13,2 Minuten kommt der 28-Jährige auf 7,7 Punkte und 3,4 Rebounds, was auf 36 Minuten hochgerechnet ungefähr dem entspricht, was er vor seinem Kreuzbandriss für Orlando produzierte.
| Saison | Spiele | PTS | FG% | 3P% | REB |
|---|---|---|---|---|---|
| 23/24 | 80 | 22,1 | 60,1 | 33,0 | 8,8 |
| 24/25 | 30 | 24,6 | 56,2 | 36,0 | 9,4 |
| 25/26 | 29 | 21,1 | 41,9 | 32,8 | 9,4 |
Aber: 42 Prozent aus dem Feld sind für einen Big Man keine gute Ausbeute, laut Cleaning the Glass verlieren die Magic seine Minuten mit 8,5 Punkten pro 100 Ballbesitzen. Orlando hat es nicht geschafft, Wagner während der Saison zu integrieren, weil sein derzeitiger Fit mit dem Team auch nicht ganz einfach ist.
Die Mannschaft hat sich signifikant verändert, das riss auch Wagner selbst in seinem Podcast an. "Ich realisiere es langsam, weil es mir nicht leichtfällt, dass ich jetzt eine neue Rolle habe", gab der Nationalspieler zu. "Ich möchte vor allem scoren, das ist meine Identität, aber wir haben jetzt viele Jungs, die scoren wollen." Deswegen gehe es jetzt eher darum, kleinere Dinge zu machen und sein eigenes Ego ein wenig hinten anzustellen.
Das ist keine leichte Situation, da Wagner selbst nach über einem Jahr Pause auch erst einmal wieder Rhythmus bekommen muss. Es ist Zeit, die Orlando in diesen Wochen aber nicht mehr hat, da die komplette Saison auf dem Spiel steht. Die direkte Playoff-Qualifikation ist ernsthaft in Gefahr, auf Rang acht liegend fehlen bereits 1,5 Partien auf Atlanta. Die Magic sind zudem weiter auf der Suche, um das einstige Prunkstück, die Defense, zu stabilisieren.

Keine Stärke von Wagner, der als Center kaum Ringschutz bietet, nicht besonders mobil ist und dessen größte Stärke es stets war, das Offensiv-Foul anzunehmen. Mit Wagner auf dem Feld haben die Magic aber ein schwaches Defensiv-Rating von über 118 zugelassenen Punkten pro 100 Ballbesitze, ohne ihn sind es überdurchschnittliche 113,8. Wohl auch deswegen bekam zuletzt Goga Bitadze den Vorzug. Der Georgier hat seine Stärken vor allem in der Defense, auch wenn das gegen Indiana kaum zu sehen war.
Es sind schwierige Wochen für den Berliner, dessen Stärken im Moment nicht benötigt werden. Vielleicht ist es auch nur eine Pause auf Zeit, erst recht, wenn die Magic auch ohne ihn weiter verlieren. Der angezählte Coach Jamahl Mosley sucht derzeit die passenden Kombinationen, für Wagner gilt es, bereit zu sein, wenn sein Name wieder aufgerufen wird.
rar