04.02.2026
Nach dem Harden-Trade
James Harden ist nicht mehr Spieler der L.A. Clippers. Der Spielmacher sprach im Anschluss von einem möglichen Rebuild bei den Clippers. Heißt das, dass Kawhi Leonard auch zu haben ist?

Man muss nicht alles, was James Harden sagt, für bare Münze nehmen. Dass dieser dementierte, dass er selbst einen Trade aus Los Angeles forderte, sollte jedem, der sich ein bisschen auskennt, ein Schmunzeln beschert haben.
Jener Harden, der Trades aus Houston, Brooklyn und Philadelphia forderte, soll nun das nicht getan haben? Es gibt schon interessante Zufälle. Interessant waren dann aber auch weitere Aussagen von Harden im Bezug auf die Zukunft der Clippers.
"Ich wollte nicht die Zukunft der Clippers einschränken. Ich wollte ihnen die Chance geben, dass sie neu aufbauen können." Rebuild? Mit einem bald 35-jährigen Kawhi Leonard, der die beste Saison seit Jahren spielt? Mit einem Clippers-Team, welches vor dem Trade 17 von 21 Spielen gewonnen hat?
| Spiele | MIN | PTS | FG% | 3P% | FT% | REB | AST |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 36 | 32,9 | 27,6 | 49,7 | 39,1 | 91,3 | 6,1 | 3,6 |
Weiß Harden womöglich mehr? Sollten die Clippers wirklich einen radikalen Schnitt machen wollen, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Leonard ist fit, Leonard spielt so gut wie lange nicht mehr. Wenn die Clippers also ein großes Paket für den alternden früheren Finals-MVP abgreifen wollen, dann doch jetzt. Wer weiß schon, wie es um die Gesundheit von Kawhi zum Beispiel im Sommer bestellt ist?
Der Forward hat noch einen Vertrag bis 2027, noch so ein Grund, lieber so schnell wie möglich zu handeln. Denn wenn man ehrlich ist: Um die Meisterschaft werden die Clippers nicht spielen, gleichzeitig haben aber auch die OKC Thunder die Kontrolle über den kommenden Draft-Pick der Kalifornier.

ESPN berichtete aber schon vor Monaten, dass die Clippers nicht mehr um Leonard ein Team bauen, insbesondere nach den Betrugsvorwürfen aus dem Sommer (auch die Clippers haben da vermutlich Dreck am Stecken). Die Untersuchung der NBA läuft noch immer, was ein Problem sein könnte. Schließlich besteht weiterhin die Möglichkeit, dass der Vertrag von Leonard für ungültig erklärt wird. So ein Risiko würde keine Franchise eingehen.
Sollte es kein Problem darstellen, wird es Interesse geben. Houston, Minnesota, Detroit, womöglich sogar die Lakers könnten sich allesamt einreden, dass sie einen Kawhi Leonard von einem möglichen Titel entfernt sind. Für die Clippers gilt dies dagegen nicht, entsprechend sollten sie sich genau auf dem Trade-Markt umhören, was für Leonard möglich sein könnte.
Robert Arndt