10.08.2024
Schiedsrichter-Streit weiter nicht gelöst
Diskussionen über Schiedsrichter-Leistungen gibt es immer, bei den Olympischen Spielen in Paris finden diese aber noch deutlich häufiger statt. Das hat auch einen Grund: Die besten Unparteiischen sind beim Turnier gar nicht dabei.

"Der beste Spieler der Welt spielt 37 Minuten und bekommt nur vier Freiwürfe?", fragte Serbiens Nationaltrainer Svetislav Pesic rhetorisch nach dem verlorenen Halbfinale gegen die USA. Der ehemalige deutsche Bundestrainer reihte sich mit der Aussage in eine Vielzahl von Beschwerden diverser Mannschaften bei diesem Olympiaturnier ein.
Auch im heutigen Spiel um Bronze sorgten diverse Schiedsrichterentscheidungen für Unmut. Deutschlands Trainer Gordon Herbert, eigentlich ein ruhiger Charakter, stand zwischenzeitlich kurz vor dem zweiten technischen Foul, weil er sich wiederholt über die Leistung aufregte.
Die durchwachsenen Auftritte der Unparteiischen sind dabei auch darauf zurückzuführen, dass gar nicht die Weltelite beim Olympiaturnier teilnehmen darf. Diese steht nämlich in der größten europäischen Basketballliga, der EuroLeague, unter Vertrag, die nicht Teil der FIBA ist.
Trotz Annäherungen des Verbandes an die FIBA, die das olympische Basketballturnier organisiert, konnte keine Einigung über die Abstellung von Schiedsrichtern erzielt werden. Von den 40 nominierten Unparteiischen in Paris waren 32 auch bei der Weltmeisterschaft 2023 dabei.
jos