vor 6 Stunden
Deutscher Rookie bei den Hornets
Christian Anderson Jr. geht in seine erste NBA-Saison bei den Charlotte Hornets. Der deutsche Spielmacher trifft dabei in Hannes Steinbach und Dennis Schröder auf zwei alte Weggefährten. Dazu erklärte der Youngster, warum er letztlich doch nicht im Sommer bei der Nationalmannschaft weilte.

Das hatte auch Christian Anderson Jr. nicht erwartet. Mitte August tradeten die Hornets für Dennis Schröder, einen weiteren Point Guard, sodass Anderson umso mehr um seinen Platz in der Rotation der Hornets kämpfen muss. Coby White dürfte als Starter gesetzt sein, Schröder wird die Backup-Rolle übernehmen. Und Anderson? Bei ihm wird man sehen, ob und wo Coach Charles Lee Minuten für ihn findet.
Anderson selbst sieht die Ankunft von Schröder aber positiv. "Ich beobachte Dennis seit den Zeiten, als er für die Atlanta Hawks spielte", verriet Anderson, der in Atlanta aufwuchs. Sein Vater, geboren in Berlin, spielte dagegen noch bis 2010 in der zweiten deutschen Liga und sorgte dafür, dass Anderson letztlich für Deutschland spielt.
Dort traf Anderson im Sommer 2025 auf Schröder, der Youngster wurde aber noch vor der Europameisterschaft aus dem Aufgebot gestrichen. "Wir haben zusammen trainiert und so habe ich ihn viel besser kennengelernt. Er ist unglaublich ehrgeizig, aber auch ein toller Mitspieler. Dass er nun hier ist, finde ich super", sagte Anderson über Schröder, der schon seit Jahren ein Auge auf seinen potenziellen Nachfolger geworfen hat.

In Charlotte, vielleicht aber auch in der Nationalmannschaft, für die Anderson zweimal spielte. Auch in diesem Sommer flatterte eine Einladung von Bundestrainer Alex Mumbru ins Haus, der DBB kündigte sein Erscheinen auch schon für den Supercup an. Letztlich sagte Anderson aber doch noch ab.
"Ich wollte schon für die Nationalmannschaft spielen und ich habe lange darüber nachgedacht, aber ich wollte auch in Charlotte bleiben, um meine Mitspieler besser kennenzulernen und mit den Coaches zu arbeiten", erklärte Anderson seine Zwickmühle. "Ich hatte das Gefühl, dass dies sehr wichtig sei. Hoffentlich kriege ich nächstes Jahr wieder eine Chance."
Dann steht in Katar die Weltmeisterschaft auf dem Programm. Mit einer guten Rookie-Saison könnte sich der 20-Jährige womöglich für einen Kaderplatz empfehlen. Viele Minuten in Charlotte wären dafür sicherlich die Basis.
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