vor 16 Stunden
Liga spricht von erheblichen Ungenauigkeiten
Im Fall um Kawhi Leonard und die Los Angeles Clippers gibt es weiterhin keine endgültige Entscheidung. Zwar sollen die Ermittler keine Beweise für verdeckte Zahlungen gefunden haben, doch die NBA widerspricht Teilen des Berichts und setzt ihre Untersuchung fort.

Nach Informationen von ESPN fanden die Ermittler keine Belege dafür, dass Clippers-Besitzer Steve Ballmer über Sponsoren unerlaubt Geld an Leonard weitergeleitet habe. Damit scheint sich der schwerwiegendste Vorwurf gegen Ballmer und die Franchise bislang nicht bestätigt zu haben.
Abgeschlossen ist die Untersuchung allerdings nicht. Die Liga prüft dem Bericht zufolge weiterhin, ob die Clippers gegen NBA-Regeln verstießen, indem sie Leonard mit Sponsoren der Franchise in Kontakt brachten. Zudem soll untersucht werden, ob der Klub seine Mitarbeiter ausreichend beaufsichtigte. Ob daraus eine Strafe resultieren könnte, ist noch offen.
Die NBA widersprach kurz nach der Veröffentlichung der Darstellung, wonach bereits ein endgültiges Ergebnis vorliege. Der Bericht enthalte "zahlreiche und erhebliche Ungenauigkeiten", erklärte die Liga in einer Mitteilung. Die tatsächlichen Resultate würden erst nach dem Abschluss der Untersuchung veröffentlicht. Laut ESPN legte die NBA den Clippers ihre bisherigen Erkenntnisse bereits im Juli vor und spricht mit der Franchise inzwischen über eine mögliche Lösung des Verfahrens.
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Auslöser der Ermittlungen war Leonards Werbevertrag über 28 Millionen Dollar mit dem von Ballmer unterstützten Unternehmen Aspiration. Leonard soll für die Zahlung kaum Gegenleistungen erbracht haben, weshalb der Verdacht einer Umgehung der Gehaltsobergrenze entstand. Die Clippers bestreiten die Vorwürfe und betonen, den Forward lediglich mit Geschäftspartnern bekannt gemacht, aber weder Vertragsinhalte ausgehandelt noch vorgegeben zu haben.
Unklar bleibt damit auch, wann Leonards geplanter Wechsel zu den Toronto Raptors vollzogen werden kann. Toronto legte den bereits vereinbarten Trade auf Eis, nachdem die Liga darauf hingewiesen hatte, dass mögliche Sanktionen gegen Leonard auf die Raptors übergehen könnten. Solange das Verfahren nicht offiziell beendet ist, dürfte der Blockbuster-Deal weiter in der Schwebe bleiben.
sgm