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    Basketball - EuroLeague

    vor 17 Stunden

    Diverse Regeländerungen zur neuen Saison

    Umfassende Reform für 2026/27: EuroLeague schafft das Unsportliche Foul ab

    Vor dem Start der Saison 2026/27 führt Euroleague Basketball weitreichende Regeländerungen ein. Neben einer präzisierten Definition der Wurfbewegung werden Technische Fouls künftig in zwei Kategorien unterteilt und das bisherige Unsportliche Foul durch ein zweistufiges System ersetzt.

    EuroLeague
    Die EuroLeague hat die Regeländerungen an die von Weltverband FIBA angeglichen. IMAGO/PsnewZ

    Euroleague Basketball hat für die anstehende Spielzeit ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen. Das neue Regelwerk greift ab sofort und gilt sowohl für die Premiere des EuroLeague Basketball SuperCups 2026 als auch für die gesamte Saison 2026/27 in der EuroLeague und im EuroCup. Der europäische Dachverband zielt mit den Anpassungen darauf ab, strittige Spielszenen klarer zu strukturieren, nimmt dabei jedoch tiefgreifende Eingriffe in das bisherige Strafmaß vor.

    Die markanteste Neuerung betrifft die Abschaffung des klassischen Unsportlichen Fouls, das durch zwei eigenständige Pfiffe ersetzt wird: das "Disruptive Foul" und das "Flagrant Foul". Ein Disruptive Foul ahndet fortan Aktionen, die den Spielfluss unterbrechen und dem Gegner einen Nachteil verschaffen, ohne gefährlich oder überhart zu sein - etwa taktische Vergehen zum Stoppen eines Fastbreaks oder ein absichtliches Foul kurz vor Viertelende.

    Als Flagrant Foul gelten hingegen harte, rücksichtslose oder gefährliche Kontakte abseits eines legitimen Basketballspielzugs. Zwar ziehen beide Vergehen dieselben Spielstrafen nach sich (Freiwürfe plus Ballbesitz), für die Disqualifikation eines Spielers werden künftig jedoch ausschließlich Flagrant Fouls gewertet. Zudem wird auch das gefährliche Unterlaufen eines Werfers in dessen Landezone ab sofort als Flagrant Foul geahndet.

    Auch Wurffoul-Regeln überarbeitet

    Analog dazu werden auch die Technischen Fouls in zwei Klassen gespalten. Vergehen der Kategorie 1 umfassen respektlose Kommunikation, Verhöhnung des Gegners (Taunting), Sichtbehinderung oder Schwalben (Flopping) und zählen explizit für einen Hallenverweis. Kategorie 2 umfasst rein organisatorische oder administrative Verstöße wie Spielverzögerung, zu langes Hängen am Ring nach einem Dunk oder Goaltending. Diese fließen nicht in die Disqualifikations-Rechnung ein. Ein Spieler muss die Halle verlassen, sobald er zwei Technische Fouls der Kategorie 1, zwei Flagrant Fouls oder eine Kombination aus beiden kassiert hat. Für Head Coaches führen das zweite persönliche "T" der Kategorie 1 oder das dritte Kategorie-1-Foul gegen die eigene Bank zum Ausschluss.

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    Gleichzeitig wurde die Wurfbewegung („Act of Shooting“) präziser festgelegt. Ein Sprungwurf beginnt demnach erst in dem Augenblick, in dem ein Spieler seine Schultern sowie den Ball im Vorfeld gezielt nach oben in Richtung Korb bewegt. Ein Zug zum Korb wird separat bewertet: Hier setzt die Wurfbewegung in der Regel nach dem Aufnehmen des Dribblings zwischen Dreierlinie und Korb ein. Ein Kontakt an der Hand des Schützen nach Ballabgabe („Follow-Through“) bleibt nur dann legal, wenn er geringfügig ist und sauber nach dem Release erfolgt; jeder Kontakt an Handgelenk, Arm oder Körper bleibt ein Foul.

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    jos