18.02.2026
Screenshots sorgen für Wirbel
Während des All-Star Weekends machten Screenshots die Runde, die Kevin Durant mehrere angebliche "Burner"-Accounts und interne Spitzen gegen (ehemalige) Mitspieler und Coaches zuschreiben. Nach dem Training der Houston Rockets reagiert der Star auf die Debatte.

Die Vorwürfe tauchten laut den kursierenden Berichten am Sonntag auf, während Durant beim NBA All-Star-Game im Einsatz war: In Screenshots, die als angebliche Gruppen-Nachrichten auf der Plattform X verbreitet wurden, soll Durant unter mehreren Alias-Namen beteiligt gewesen sein. Inhaltlich ging es dabei um teils unvorteilhafte Kommentare. Unter anderem über Suns-Star Devin Booker und Ex-Coach Frank Vogel sowie über Golden States Steph Curry und Coach Steve Kerr. Auch Rockets-Teamkollegen wie Alperen Sengün und Jabari Smith Jr. werden in den Vorwürfen genannt.
Am Mittwoch wurde Durant nach dem Training in Houston darauf angesprochen und ließ sich nicht auf Details ein. "Ich weiß, dass Sie diese Fragen stellen müssen, aber ich bin nicht hier, um mich auf Twitter-Unsinn einzulassen", sagte Durant. Anschließend schob er nach: "Aber ich verstehe, dass Sie alle (fragen) müssen. Meine Teamkollegen wissen, was es ist; Wir waren die ganze Saison über locked in. Wir hatten heute ein tolles Training und freuten uns auf den Roadtrip."
Damit bleibt offen, wie Durant die Echtheit der Screenshots bewertet. Öffentlich macht er vorerst klar, dass er das Thema nicht größer werden lassen will.
Dass Durants Name in solchen Debatten überhaupt schnell Fahrt aufnimmt, hat auch mit seiner Social-Media-Historie zu tun: Er ist seit Jahren sehr aktiv (rund 20 Millionen Follower auf X, dazu ein großer Instagram-Follow). Bereits 2017 gab es öffentliche Diskussionen, nachdem Durant mehrere Tweets von seinem verifizierten Account in der dritten Person absetzte, um seinen Wechsel aus Oklahoma City zu erklären. Später bezeichnete er das selbst als "stupid" und entschuldigte sich. In einem späteren "Boardroom"-Interview erklärte er zudem, anonyme Accounts auch als Möglichkeit genutzt zu haben, sich dem Dauer-Scheinwerferlicht zu entziehen. 2021 folgte außerdem eine NBA-Strafe über 50.000 Dollar wegen "homophober und frauenfeindlicher Sprache" in einem veröffentlichten Instagram-Chat mit Michael Rapaport.

Ironisch: Ausgerechnet am All-Star-Wochenende wurde Durant erneut auf seine Online-Affinität angesprochen und scherzte: "Sie haben es nicht verdient, diesen Vortrag auf Gottesebene zu hören, den ich ihnen halte", sagte er über Social-Media-Nutzer.
Nach seinem Trade im Sommer stehen die Rockets bei 33-20 und liegen auf Platz vier im Westen, allerdings mit einem wackeligen Trend: 11-9 in den letzten 20 Spielen. Auch die Ausfälle drücken: Fred VanVleet riss sich vor Saisonbeginn das rechte Kreuzband, Steven Adams fällt seit dem 20. Januar nach einer Knöchel-OP aus, dazu wurde bei Tari Eason und Dorian Finney-Smith immer wieder vorsichtig gesteuert.
In diesem Spannungsfeld wird jedes Signal rund um Teamchemie schnell überinterpretiert, zumal zuletzt ein Clip nach der 109:99-Niederlage gegen Charlotte (5. Februar) viral ging, als Durant Sengün hörbar anfuhr: "Play some defense." Mit nur noch 29 Spielen im Hauptrunden-Endspurt ist Houstons Ausgangslage eng: Nach oben ist noch Luft (in Schlagdistanz zu Denver), nach unten ebenso. Zwischen Heimrecht und Play-In kann es schnell kippen.
kon