27.02.2026
Erneut Favoritenstürze
Auch der dritte Spieltag in der WM-Qualifikation brachte einige überraschende Ergebnisse. Die Türkei gewinnt in Serbien, Frankreich müht sich in Ungarn. Griechenland und Litauen straucheln überraschend.

Bei den Franzosen war nach der Niederlage gegen Finnland schon Druck auf dem Kessel und am Ende konnte man sich bei Sylvain Francisco bedanken. Der kleine Guard verwandelte zwei Sekunden vor dem Ende den Dreier aus der Ecke zum Sieg, zuvor hatte der Hamburger Zsombor Maronka die Partie aus der Distanz ausgeglichen.
Dabei lief über 40 Minuten nicht alles rund für den Guard aus Kaunas, der sich in 23 Minuten sieben Ballverluste leistete. Bester Scorer war Amine Noua (15), bei den Ungarn glänzten Zoltan Perl (21) und Maronka (17).
Einen Ausrutscher leisteten sich derweil die Griechen gegen Montenegro, wobei es auch unglaublich knapp war. Für Montenegro erzielte Emir Hadzibegovic 37 Sekunden vor dem Ende die letzten Punkte der Partie, in der beide Teams große Probleme hatten, um zu scoren.
Für die Hellen war Kostas Antetokounmpo (13) der beste Scorer, eine Dreierquote von 17 Prozent war aber schlichtweg zu wenig. Montenegro, die mit Derek Needham (5, 2/10, 6 Assists) mal wieder einen neuen US-Amerikaner präsentierten, konnte sich im Angriff vor allem auf Zoran Nikolic (19) verlassen.

Polen setzte sich in einem Krimi in Lettland durch und wie schon bei der EM konnten sich die Polen auf Jordan Loyd verlassen. Der Guard von Anadolu Efes vernaschte im letzten Angriff seinen Gegenspieler, der fast zu Boden ging und verwandelte dann eiskalt per Stepback-Dreier zum Sieg.
Satte 37 Punkte (13/24 FG, 7/15 Dreier) wurden für den gebürtigen US-Amerikaner verbucht, der auch Unterstützung von Mateusz Ponitka (27, 8/18) erhielt. Kein anderer Pole erzielte mehr als sechs Zähler. Für die Letten erzielte Artus Strautins (27) die meisten Punkte.
Das Topspiel des Abends stieg in Belgrad, wobei Vize-Europameister Türkei den Vize-Weltmeister Serbien schlug. Die Türken bewahrten am Ende die Nerven und verwandelten fünf von sechs Freiwürfen, nachdem es Ognjen Dobric (17) es mit zwei Dreiern noch einmal etwas spannend gemacht hatte.
Serbien fehlten ähnlich wie Deutschland zahlreiche Leistungsträger, sodass sich Youngster Bogoljub Markovic (19) zum Topscorer aufschwang. Die Gäste führten mit bis zu 15 Punkten, mussten aber dennoch etwas zittern. Tarik Biberovic (22) verwandelte fünf Dreier, dazu war Cedi Osman (16) erneut ein Schlüsselspieler. Die Türkei steht damit bei 3-0, Serbien kassierte seine erste Niederlage.
Litauen kommt derweil etwas in die Bredouille und kassierte auf Island bereits die zweite Niederlage in dieser Quali. Elvar Fridriksson schockte die Balten mit einem langen Zweier mit der Sirene, der Guard erzielte acht seiner 34 Punkte (13/22 FG, 7/15 Dreier) in den letzten 73 Sekunden der Partie.
Finnland setzte in Belgien nach einem 13-Punkte-Rückstand durch, hier konnte vor allem der ehemalige Chemnitzer Olivier Nkamhoua (23, 12 Rebounds) mit einem Double-Double glänzen. Youngster Miikka Muurinen blieb in acht Minuten ohne ein Field Goal.
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