vor 15 Stunden
Head Coach schwärmt auch von Neuzugängen
Der Trade von Jaylen Brown zu den Philadelphia 76ers war die größte Überraschung des bisherigen Sommers. Nun hat sich Celtics-Head-Coach Joe Mazzulla erstmal ausführlich zum Abgang des Superstars geäußert.

"Es muss einen Trauerprozess geben. Nicht nur für den Verlust eines Spielers in Jaylen, sondern für den Verlust von Jaylen als Person", sagte Mazzulla im Rahmen der Summer League in Las Vegas im Interview mit The Athletic. "Es muss einen Trauerprozess geben für das, was dieser Mann auf dem Feld geleistet hat, was er in der Community getan hat und was er für die Stadt Boston bedeutet hat. Das verdient einen Trauerprozess", führte der Coach aus.
In einem überraschenden Trade schickten die Boston Celtics Jaylen Brown für Paul George, zwei Erstrundenpicks und zwei Zweitrundenpicks nach Philadelphia. Neben Paul George hat Boston sich dazu noch die Dienste von Veteran Mike Conley und Big Man Mitchell Robinson gesichert. Vor allem auf Robinsons Championship-Erfahrung freut sich Mazzulla besonders. "Er war ein Champion. Also können wir seine Erfahrung für den aktuellen Moment nutzen: 'Hey, was hat bei euch funktioniert? Wie können wir von den kleinen Dingen lernen, die ihr getan habt?'", erklärte er.
Der 36-Jährige George wird ebenfalls ein wichtiger Teil des Teams werden. "Ich als Coach muss, wir als Staff müssen und wir als Team müssen das Beste einfordern, was Paul George einbringen kann, denn er hat noch viel zu geben", sagte Mazzulla und erklärte, dass George Brown jedoch nicht ersetzen könne - und auch nicht soll. "Nur weil es einen Transfer zwischen Jaylen und Paul George gab, heißt das nicht, dass einer besser ist als der andere. Niemand wird Jaylen Brown in unserem Team ersetzen und das, was er in der Community geleistet hat. Das wird niemand tun. Und das verlangen wir auch nicht", führte er aus,
Gleichzeitig ist es für Mazzulla jetzt wichtig, den Teamzusammenhalt nach der ereignisreichen Offseason erneut zu stärken. "Ehrlich gesagt, als einige der Trade-Gerüchte aufkamen, waren auch andere Jungs in unserem Kader emotional betroffen, weil ihre Namen ebenfalls gefallen sind" erklärte der 38-Jährige, der seit Februar 2023 Head Coach des Teams ist.
Zuletzt kamen viele Gerüchte auf, dass es Spannungen innerhalb des Teams gegeben hätte. Shams Charania (ESPN) berichtete zudem, dass es zwischen Brown und Franchise-Star Jayson Tatum so gut wie keine persönliche Beziehung gegeben hätte. Auch die Aussagen von Brown, dass das vergangene Jahr, in dem Tatum fast komplett fehlte, das liebste seiner Karriere war, interpretierten viele als Ausdruck von internen Spannungen. Davon wollte Mazzulla allerdings nichts wissen.
"Darauf kann man das nicht stützen", erklärte Mazzulla und schwärmte einmal mehr von Browns Charakter: "Man vertraut der Absicht eines Mannes, dessen Charakter man jeden einzelnen Tag gesehen hat. Und wir haben Jaylens Charakter gesehen, und wir vertrauen darauf, wer er ist."
Brown spielte zehn Jahre lang für die Celtics und war auch ein wichtiger Teil der Bostoner Community: Er gründete zwei gemeinnützige Organisationen und setzte sich vor allem für die Jugend der Stadt ein.
gfr