vor 18 Stunden
WNBPA stellt sich hinter aktuelle Regeln
Die Debatte um Transgender-Spielerinnen in der WNBA geht ungemindert weiter. Nach den Kommentaren von Indianas Sophie Cunningham hat sich nun die Spielerinnengewerkschaft zu Wort gemeldet und den andauernden Trans-Hass verurteilt.

Ausgangspunkt der Debatte waren die Kommentare Cunninghams, die Mitte Juli erklärt hatte, "junge Mädchen in den Kabinen" schützen zu wollen, indem sie nicht "gegen biologische Männer" antreten sollten.
Die Aussage hatte großen Gegenwind zur Folge. Während ihrer Auswärtsspiele in Minnesota und Portland wurde Cunningham vom Publikum ausgebuht. Gleichzeitig nutzt die politische Rechte in den USA die Causa für ihre Zwecke. So hatte unter anderem Vizepräsident JD Vance seine Unterstützung signalisiert.
Die Debatte ging mit zahlreichen Hasskommentaren, besonders in den sozialen Medien, einher, weshalb sich nun die Spielerinnengewerkschaft WNBPA einschaltete: "Hass, Missbrauch und Dämonisierung von Personen oder Personengruppen, einschließlich Transgender-Personen, schüren nur Angst, Spaltung und Schaden", ließ die Vereinigung via Instagram verlauten. "Wir werden weiterhin schwierige Gespräche führen. Aber wir lassen uns nicht als politische Schachfiguren missbrauchen."
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Darüber hinaus forderte die WNBPA Fans auf, "hasserfülltes, gewalttätiges oder beleidigendes Verhalten" während der Spiele zu melden. "Wir bekennen uns zu Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Vielfalt und Inklusion."
Cunninghams Kommentaren widersprach die Vereinigung indirekt. Zwar wurden die Aussagen der Spielerin von den Indiana Fever nicht aufgegriffen, jedoch erklärte man, "den Frauensport schützen und gleichzeitig transformativen Wandel herbeiführen" zu wollen, also sich für Trans-Athleten zu öffnen.
Das derzeitige Regelbuch der WNBA sieht keinerlei Einschränkungen in diese Richtung vor, was sarkastische Reaktionen zur Folge hatte. So behauptete Ex-NBA-Spieler Enes Kanter jüngst, sich für den Draft im nächsten Jahr anmelden zu wollen. Laut Ligastatuten wäre das möglich, weil man sich zu Selbstidentifikation und Inklusion bekennt.
jos