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    NBA

    vor 13 Stunden

    Wie geht es mit dem zweimaligen MVP weiter?

    Trade-Szenarien für Stephen Curry: Das Unmögliche möglich machen

    Vermutlich niemand in der Bay Area hat Lust dazu, Stephen Curry zu traden und damit offiziell die Ära zu beenden, die als bisher erfolgreichste in die Geschichte der Warriors-Franchise eingehen wird. Wenn Curry jedoch selbst darum bitten sollte - was geschieht dann? Wir stellen vor, welche Teams sich dann mit welchen Angeboten melden könnten.

    Curry wurde 2009 von den Warriors gedraftet.
    Curry wurde 2009 von den Warriors gedraftet. Eakin Howard-Imagn Images

    Seit vielen Jahren gilt es als ausgemachte Sache, dass Stephen Curry seine Karriere eines Tages in Golden State beenden wird. Zwar waren die Warriors selbst mal nicht allzu weit davon entfernt, Steph abzugeben - damals erhielt Milwaukee angeblich die Wahl zwischen ihm und Monta Ellis, und entschied sich falsch -, aber das ist lange her, war vor zwei MVP-Awards, vier Meisterschaften, einer absurden Wertsteigerung der Franchise und allem anderen, was Curry zu einem der besten Spieler der NBA-Historie gemacht hat.

    Und zu einer ihrer größten Ikonen. Die noch immer aktiv und sehr gut ist, auch mit 38 Jahren. Gut genug, um nochmal um den Titel mitzuspielen, so wird zumindest spekuliert. Wobei mehr als das Spekulieren aktuell nicht drin ist: Der restliche Kader der Dubs genügt schlichtweg nicht mehr höchsten Ansprüchen.

    Umso mehr, seitdem das Buhlen um LeBron James schiefging. Nach 37 Siegen im Vorjahr kam in der Offseason letztlich bloß Rookie Yaxel Lendeborg als Kader-Upgrade. Das dürfte kaum reichen, um im umkämpften Westen nochmal echte Schritte machen zu können. Was Nährboden bietet, für Spekulationen - ob irgendwo vielleicht doch eine kleine Möglichkeit besteht, dass Curry nochmal für ein anderes Team spielen könnte.

    Stephen Curry Stats seit 2021

    SaisonPTSASTREB
    2021/2225,56,35,2
    2022/2329,46,36,1
    2023/2426,45,14,5
    2024/2524,56,04,4
    2025/2626,64,73,6

    Ab dem 29. August haben beide Parteien die Chance, diesen Spekulationen vorerst einen Riegel vorzuschieben: Ab dann könnte Curry seinen Vertrag, der aktuell bis 2027 läuft, vorzeitig verlängern. Berichten zufolge besteht auf beiden Seiten Interesse und auch Zuversicht, dass man sich darin einig werden wird.

    "Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass Steph seine Karriere hier beenden wird", sagte Warriors-GM Mike Dunleavy Jr. vergangene Woche dazu. "Am Ende ist es seine Entscheidung, ob er seinen Vertrag auslaufen lässt oder woanders hinwill - wenn er zu mir kommt und sagt, dass er gehen will, dann werden Joe [Lacob, der Team-Besitzer] und ich darüber reden. Es würde uns nicht gefallen. Aber er hat sich das Recht verdient, zu tun, was er will."

    Wie erwähnt: Es bleibt sehr unwahrscheinlich. Das muss uns nicht davon abhalten, uns Szenarien vorzustellen, in denen Curry bei einem besseren Team nochmal eine Chance auf einen weiteren tiefen Run erhalten könnte. Wie könnten diese Szenarien aussehen? Eine Auswahl …

    1. Atlanta zündet den Turbo

    Die Hawks machten vergangene Saison große Schritte in die richtige Richtung, erfanden sich rund um Do-It-All-Forward Jalen Johnson und eine vielseitige Defense neu und gewannen 46 Spiele, einen Großteil davon in der zweiten Saisonhälfte. Ein gewisser Scoring Punch fehlt jedoch, und das zeigte sich in den Playoffs gegen New York; könnte Curry da Abhilfe schaffen?

    Es ist eine Herausforderung, auf die 62 Mio. Dollar Jahresgehalt von Curry zu kommen, aber bei den Hawks wäre es möglich, beispielsweise mit den Gehältern von Dyson Daniels, CJ McCollum und Nr.8-Pick Kingston Flemings, der in Golden State direkt eine große Rolle beim Rebuild einnehmen könnte (auch Daniels ist erst 23).

    Eine Vielzahl tradebarer Erstrundenpicks hätte Atlanta ebenfalls zur Verfügung. Wenn die Motivation denn da wäre. Könnte ein Kern aus Curry, Lu Dort, Nickeil Alexander-Walker, Johnson und Onyeka Okongwu um die Krone in der Eastern Conference mitspielen?

    Die Hawks scheiterten in den Playoffs an den Knicks.
    Die Hawks scheiterten in den Playoffs an den Knicks. IMAGN IMAGES via Reuters Connect

    2. Wiedersehen macht Freude

    In den vergangenen Jahren blockte Kevin Durant Versuche der Warriors ab, ihn noch einmal nach Golden State zu holen. Könnte das Superstar-Duo aber anderswo wiedervereint werden? Die Rockets sind in jedem Fall ein weiteres Team, das mit vielen Midsize-Gehältern recht problemlos in die Curry-Range vorstoßen könnte - und "All-In" ist das 52-Siege-Team mit dem bei Saisonstart ebenfalls 38-jährigen Durant sowieso.

    Möglich wäre: Fred VanVleet, Jabari Smith Jr., Clint Capela, dazu zwei (drei?) Erstrundenpicks, unter anderem hat Houston den potenziell wertvollen Nets-Pick im kommenden Jahr. Möglich wäre auch ein Konstrukt mit All-Star-Center Alperen Sengün; dessen Vertrag ließe sich etwa mit dem von VanVleet ODER Smith kombinieren und würde finanziell funktionieren. In letzterem Fall würde Houston sicherlich nicht mehr so viel Draft-Kapital drauflegen.

    So oder so: Mit vereinten Kräften und einem Supporting Cast mit unter anderem Amen Thompson, Tari Eason, Marcus Smart und Steven Adams hätten KD und Curry sicherlich eher die Chance, die Platzhirsche OKC und San Antonio herauszufordern, als in der jeweiligen aktuellen Ausgangsposition.

    3. Das Ass im Ärmel?

    Noch immer wird viel darüber gerätselt, warum die Celtics sich in der Offseason von Jaylen Brown trennten - und dann für so einen Gegenwert. Nun, vielleicht wird dieser Gegenwert namens Paul George und Picks ja irgendwann für einen weiteren Trade eingesetzt? Tatsächlich ist PG-13s Kontrakt üppig genug, dass er als Salary Match für Curry allein ausreichen würde. Das Ganze müsste von Celtics-Seite dann natürlich mit allerhand Erstrundenpicks garniert werden, davon haben die Grünen aber nicht erst seit dem Brown-Trade einige.

    Das Problem: Georges Vertrag hat sogar noch ein Extra-Jahr nach 26/27, es müssten also wohl wirklich viele Picks werden, um den Warriors einen solchen Trade schmackhaft zu machen. Ohne George käme Boston aber nur auf genug finanziellen Gegenwert, indem das halbe Team geschröpft würde … oder indem Jayson Tatum involviert würde.

    Beides wohl keine guten Optionen, weshalb wir eher nicht an diesen Fit glauben. Ein Curry-Tatum-Tandem mit Derrick White, Mitchell Robinson, Payton Pritchard und Co. als Supporting Cast klänge trotzdem ziemlich solide!

    Die Warriors und Celtics duellierten sich in den NBA Finals 2022.
    Die Warriors und Celtics duellierten sich in den NBA Finals 2022. USA TODAY Sports via Reuters Con

    4. Ein magischer Drei-Team-Trade

    Es ist keine Neuigkeit mehr, dass den Magic bisweilen Struktur in der Offense und Spacing fehlt, und dass das wichtigste Personal - namentlich die beiden Topscorer Paolo Banchero und Franz Wagner - sich nicht unbedingt perfekt ergänzt. Es wäre nicht nur deshalb naheliegend, dass sich Orlando in ein spekulatives Wettbieten um Curry einschalten würde.

    Dumm nur, dass die Magic mit Curry ein Second-Apron-Team wären und den Trade nicht so einfach stemmen könnten - Banchero und Wagner verdienen beide etwas mehr als 41 Mio. Dollar, sind also noch immer über 20 von Currys Gehalt entfernt. Es gäbe aber einen Weg, wenn die Teams ein drittes Team mit in den Trade involvieren würden.

    Etwa so: Curry geht nach Orlando - Banchero, Tristan da Silva und Isaac Okoro gehen nach Golden State - und Chicago erhält für seine Mühen Anthony Black und Goga Bitadze. Wäre erlaubt. Orlando dann: Curry, Jalen Suggs, Desmond Bane, Wagner, Wendell Carter Jr. … ein Team, das den Titel holen könnte? (Den Kader müsste man danach natürlich noch auffüllen.)

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    5. Der Albtraum der Liga

    Es geht allerdings auch noch eine Stufe drüber, beziehungsweise besser. Dieser Trade könnte Curry zu einem Team bringen, das selbst ohne ihn ein Titelfavorit ist - und mit ihm wohl zumindest auf dem Papier die klare Nummer eins wäre. Es ist vielleicht gut für den Rest der Liga, dass das betreffende Team eher konservativ operiert und solche Aktionen er scheut.

    Aber: Curry für De’Aaron Fox und Carter Bryant funktioniert finanziell … und die Spurs haben Erstrundenpicks zuhauf. Natürlich würde Golden State zurecht eher nach Dylan Harper oder Stephon Castle fragen, und das würde San Antonio zurecht ablehnen, aber vielleicht könnte es einen Weg geben.

    Wahrscheinlich eher nicht. Aber: Wemby und Steph in einem Team? DAS ist der Stoff, aus dem Offseason-Träumereien gemacht sind!

    Ole Frerks