15.07.2024
Erzwungene Entscheidung zwischen 3x3 und 5x5
Svenja Brunckhorst hätte bei Olympia an zwei Wettbewerben teilnehmen können. Am Ende wählt sie einen - und kritisiert beim Verband besonders eines.

Svenja Brunckhorst ärgert sich nach ihrer erzwungenen Entscheidung zwischen zwei Olympia-Wettbewerben über den DBB. "Unser Plan war bis vor Kurzem, an beiden Wettbewerben teilzunehmen", sagte die 32-Jährige dem Tagesspiegel über sich und ihre Freundin Sonja Greinacher. "Doch dann hat der DBB dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben."
Beide Sportlerinnen hatten sich mit dem Basketball-Nationalteam, aber auch für die Variante 3x3-Basketball für die Olympischen Spiele in Paris qualifiziert. Am Ende entschieden sie sich nun für letzteres. Die Vorrunde im klassischen Fünf-gegen-fünf findet in Lille statt, 3x3-Basketball auf dem Place de la Concorde im Zentrum von Paris.
Brunckhorst, die nach den Spielen ihre Karriere beendet und schon jetzt bei Alba Berlin als Managerin für den Frauen- und Mädchenbereich arbeitet, war Kapitänin der Nationalmannschaft. Sie ärgerte sich besonders über die Kommunikation vom DBB. Die sei "suboptimal gewesen -wenn ich es nett ausdrücken will".
Sie betonte: "Hätte der Verband von Anfang an gesagt, das geht nicht, wäre es okay gewesen". Es gebe nachvollziehbare Gründe, warum ein Doppelstart schwierig sei, auch wenn die Statuten eine Doppel-Teilnahme erlaubt hätten.
Die Entscheidung sei ihr sehr schwergefallen. Trotzdem freut sich die 32-Jährige jetzt auf die Spiele. "Olympia ist der Traum einer jeden Sportlerin", sagte sie. "Das wird wahrscheinlich das größte Erlebnis meiner Karriere."
DPA