vor 9 Stunden
FCB-Boss kritisch
Für Herbert Hainer ist es "grundsätzlich ein gutes Zeichen", dass die NBA nach Europa expandieren will, doch das wird nach Einschätzung des Präsidenten vom FC Bayern noch etwas dauern. Den für 2027 geplanten Start schätzte er "nicht als realistisch" ein, sagte der 71-Jährige im Interview mit Merkur/TZ (Mittwochausgabe).

"Die NBA ist mit Abstand die größte Basketball-Liga der Welt und versteht unglaublich viel von Vermarktung", so Hainer, deshalb sei der angedachte Einstieg auch zu begrüßen. "Die Frage ist nur: Wie? Aus meiner Sicht kann es nur mit der EuroLeague gehen, nicht gegen sie. Man sieht ja allein bei uns in München, was alles möglich ist: Wir haben in der Stadt eine Basketball-Euphorie ausgelöst, und der regelmäßig ausverkaufte SAP Garden strahlt absolutes NBA-Feeling aus."
Noch ist wenig zu den Rahmenbedingungen bekannt. Die europäische Königsklasse EuroLeague, in der die Bayern als einziger deutscher Klub spielen, war zunächst gegen eine Zusammenarbeit mit der NBA und dem ebenfalls beteiligten Weltverband FIBA. Mittlerweile gibt es aber wieder Gespräche.
Anfang Juni hatte NBA-Boss Adam Silver erklärt, die Liga liege mit ihren Plänen für Europa "voll im Zeitplan", das Interesse potenzieller Investoren sei "rekordverdächtig". Als Standorte für die neue Liga gelten unter anderem Metropolen wie Paris, London, Berlin, Madrid, Rom oder Mailand. Geplant ist ein Wettbewerb mit zwölf festen Franchises sowie vier weiteren Teams, die sich qualifizieren können. "Wir hoffen, einen Weg zu finden, diese Aktivitäten mit der EuroLeague zu verzahnen", sagte Silver vor den NBA-Finals.
SID