vor 4 Stunden
Panathinaikos noch ungeschlagen
Der Start in die EuroLeague-Saison ist Panathinaikos Athen geglückt. Coach Obradovic lobte sein Team anschließend. Wo er dennoch Verbesserungspotenzial sieht.

Das griechische Powerhouse Panathinaikos Athen startete mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen in die EuroLeague-Saison. Auch Fenerbahce Istanbul schlug man vor heimischer Kulisse mit 92:74. Trainer Zeljko Obradovic war im Nachgang des Spiels voll des Lobes für sein Team, angesichts der bestechenden Frühform.
Nach den ersten Minuten des Spiels habe man angefangen, in der Defense aggressiver zu spielen. Laut Obradovic, der im Sommer nach Athen zurückkehrte, mögen es seine Spieler, als Team zu spielen. Ein Sonderlob gab es für Nationalspieler Isaac Bonga. "Er war unglaublich in der Defense. Für das Team gab er den Ton an".
Dabei blieb Bonga in knapp 22 Minuten ohne einen eigenen Punkt und fabrizierte bei seinem einzigen Dreierversuch einen Airball aus der Ecke. Für Obradovic nebensächlich, weil sich der Deutsche voll in den Dienst der Mannschaft stellte. Bonga verbuchte dafür einen Steal und zwei Blocks, mit +17 hatte er nach Nigel Hayes-Davis (+24) und dem überragenden Mathias Lessort (19 Punkte, 6/9 FG, 7/10 FT, 8 Rebounds, +22) den drittbesten Plus-Minus-Wert der Mannschaft.
Alles war jedoch noch nicht Gold, was glänzte. Das gestand auch der Serbe ununwunden ein: "Eine unserer Schwächen waren die Offensivrebounds. Im ersten Viertel hatten sie fünf und haben aus jeder einzelnen Situation heraus gescort. Das war ein großes Problem". Auch mit der Transition Defense zeigte sich Obradovic in Teilen unzufrieden. "An diesen Details, die unseren Gegnern einfache Punkte erlauben, müssen wir arbeiten“, so die serbische Trainer-Legende weiter.
Dennoch stehen nach vier Spieltagen vier Siege, das gab es zuletzt in der Saison 2007/08. Trainer damals? Zeljko Obradovic. Aber: Der Spielplan kam den Grünen auch ein wenig entgegen, Panathinaikos hatte bislang nur Heimspiele. Das wird sich in der kommenden Woche ändern, wenn PAO in der griechischen Liga nach Patras reisen muss. Und dann wird es am Dienstag für Obradovic die emotionale Rückkehr zu einem Ex-Team Partizan Belgrad geben. Womöglich wird auch das eher ein Heimspiel für den Altmeister.
jsc