vor 15 Stunden
Franzose mit großen Zielen
Victor Wembanyama verzichtete bei seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung auf viel mögliches Geld. Dafür gab es Anerkennung, aber auch Kritik. Der Center der San Antonio Spurs erklärte nun seine Sicht der Dinge.

Ab 2027 startet Wembys Fünfjahresvertrag, der ihm gut 250 Millionen Dollar einbringen wird. Das ist jede Menge und tatsächlich auch ein Maximalvertrag, da es sich um die 25 Prozent des Salary Caps handelt, doch auf den Gebrauch der "Rose Rule" verzichtete der Franzose. Diese besagt, dass es auch 30 Prozent hätten werden können, wenn Wembanyama ein All-NBA Team erreicht hätte (oder MVP oder Defensive Player of the Year).
Ohne Verletzungen wäre das ein wahrscheinliches Szenario, Wembanyama verzichtete aber bewusst auf die weitern möglichen rund 50 Millionen Dollar, also zehn Millionen pro Saison.
"Wir haben ein gutes Team und hatten gute Playoffs sowie eine gute Regular Season", führte Wembanyama gegenüber The Athletic aus. "Was aber noch viel besser ist, ist unser Potenzial. Die Realität in der heutigen NBA ist, dass viele Teams dieses Potenzial aus finanziellen Gründen nicht ausschöpfen. Ich wollte dabei helfen, dass dies bei uns nicht geschieht."

Das gesparte Geld kann in den folgenden Jahren dann für Stephon Castle und Dylan Harper verwendet werden, die 2028 und 2029 über ihre neuen Verträge verhandeln werden. Klar ist schon jetzt, dass auch dies für San Antonio teuer wird, Wembanyamas Verzicht ist darum umso wichtiger.
Und der Franzose hat Blut geleckt. Schon in seiner dritten NBA-Saison führte der Big Man die Spurs in die NBA Finals, wo man in einer engen Serie den New York Knicks mit 1-4 unterlag. Es festigte seinen Status als neuer Superstar in der NBA, inzwischen ziert er auch das Cover für NBA2k27.
"Das passiert alles so schnell, aber zufrieden stellt mich das", sagte Wembanyama. "Dennoch ist das für mich ein Meilenstein, etwas Gutes. Das habe ich jetzt abgehakt."
rar