02.04.2026
Portland und Toronto kommen dazu
Kommt im US-Sport eine neue Franchise in eine Profiliga, steht sie erst einmal ohne Spielerinnen bzw. Spieler da. Hier kommt der sogenannte Expansion Draft zur Anwendung, als Weg, den ersten Kader für den Einstieg zusammenzustellen. Dabei darf der neue Klub unter speziellen Voraussetzungen auf Profis der bestehenden Teams zurückgreifen. Aktuelles Beispiel ist die WNBA, am Freitag sind Toronto Tempo und Portland Fire am Zug.

Zum bereits siebten Mal findet in der WNBA ein Expansion Draft statt, Portland darf (nach Münzwurf) zuerst auswählen, dann geht es abwechselnd weiter. Jeder Klub hat in zwei Runden (mit je 13 Picks) Zugriff auf nur eine Spielerin aus jedem Kader der bestehenden 13 Teams, doch nicht alle sind verfügbar.
Die Franchises, die 2025 dabei waren, dürfen bis zu fünf Profis schützen, also vor dem Zugriff blocken. Geschützt werden können Spielerinnen, an denen die Klubs am letzten Hauptrundenspieltag der abgelaufenen Saison die Rechte besaßen.
Auf diese Weise könnten auch die deutschen Nationalspielerinnen Leonie Fiebich, Nyara Sabally (beide New York Liberty), Satou Sabally (zuletzt Phoenix Mercury) und Luisa Geiselsöder (zuletzt Dallas Wings) vor einem möglichen Wechsel bewahrt werden. Sollten sie nicht auf der Liste stehen, dürfen Toronto und Portland sie verpflichten. Der anstehende Expansion Draft ist der zweite in Folge - 2025 waren die Golden State Valkyries hinzugekommen.
In der NHL (Eishockey) gab es 2017 (Vegas Golden Knights) und 2021 (Seattle Kraken) einen Expansion Draft. Bald kommt es wohl auch in der NBA (Basketball) erstmals seit 2004 (Charlotte Bobcats) wieder zu einer solche Spielerverteilung. In Las Vegas und Seattle soll es neue Franchises geben.
Die Golden Knights machten vor fast zehn Jahren übrigens im Draft viel richtig. Gleich in seiner ersten Saison zog das Team aus der Glücksspielmetropole ins Stanley-Cup-Finale ein.
SID