27.01.2025
Optimismus rund um Embiid
Die Philadelphia 76ers haben nach einem enttäuschenden Saisonstart und einer Bilanz von 17-27 ihren Fokus klar definiert: Statt auf eine Tanking-Strategie zu setzen, will das Team um Joel Embiid weiterhin um die Playoffs kämpfen. Das zeigen nicht nur die beiden Siege am Wochenende gegen die Cleveland Cavaliers und die Chicago Bulls, sondern auch die Aussagen aus der Organisation.

Joel Embiid, der aufgrund von Verletzungen bisher nur 13 Spiele absolviert hat, bleibt weiterhin der zentrale Baustein des Teams. Laut Besitzer Josh Harris sei die Hoffnung groß, dass der MVP zurückkehrt und die Sixers wieder in die Erfolgsspur führt: "Joel ist ein Kämpfer. Er hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass er Rückschläge überwinden kann. Wir glauben daran, dass er auch dieses Mal stärker zurückkommen wird," sagte Harris.
Aktuell laboriert Embiid an einer Schwellung im linken Knie, die während eines Trainings auftrat. Zuvor hatte er bereits sechs Spiele wegen einer Fußverletzung verpasst. Die Sixers gehen jedoch nicht davon aus, dass eine Operation notwendig ist, und rechnen mit einer Rückkehr "eher früher als später".
Trotz des durchwachsenen Saisonverlaufs lehnt die Organisation eine Tanking-Strategie strikt ab. Zwar hätte Philadelphia die Möglichkeit, seinen Erstrundenpick 2025 zu behalten, wenn dieser unter die Top 6 fällt. Doch laut einem Bericht von The Athletic sieht das Front Office keinen großen Unterschied zwischen einem Pick im Bereich 5-6 und einem späteren Erstrundenpick, der an die Oklahoma City Thunder gehen müsste.
Paul George, der im Sommer einen Vierjahresvertrag über 212 Millionen Dollar unterschrieben hat und Tyrese Maxey, der kürzlich eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und 204 Millionen Dollar unterzeichnete, stehen ebenfalls hinter der Entscheidung, nicht zu tanken. "Wir wissen nicht einmal, wie gut wir sein könnten, weil wir nie komplett gesund waren. Vielleicht reicht das, was wir bereits im Kader haben," erklärte George nach dem Sieg über Cleveland.
Die Sixers haben in ihrer Geschichte bereits Erfahrungen mit Tanking gesammelt. Während der sogenannten "Process"-Ära in den 2010er Jahren sammelte das Team jahrelang hohe Draftpicks - doch abgesehen von Joel Embiid zahlten sich die Bemühungen nur bedingt aus. Josh Harris betonte, dass ein solcher Ansatz weder sportlich noch aus Sicht der Fans sinnvoll sei: "Wir wollen ein Elite-Team aufbauen, und das bedeutet, zu gewinnen. Natürlich war diese Saison bisher enttäuschend, aber wir glauben an unsere Spieler. Mit einem gesunden Kader haben wir das Potenzial, wieder erfolgreich zu sein."
kon