vor 11 Stunden
All-Star-Guard trauert Spiel 1 hinterher
Die Cleveland Cavaliers stehen vor dem Aus. Auch in Spiel 3 setzte es eine weitere Niederlage - mit ähnlichen Problemen wie zwei Tage zuvor. Einen Klassenunterschied sieht Donovan Mitchell dennoch nicht.

Mit 108:121 unterlagen die Cavs auch zu Hause, die erst zum zweiten Mal in dieser Postseason ein Heimspiel verloren. 17 Spiele hat Cleveland in diesen Playoffs bereits auf dem Buckel, dabei haben sie sogar eine selten gesehene negative Bilanz (8-9).
Noch nie hat ein Team ein 0-3 in einer Serie noch umbiegen können, viel Hoffnung gibt es also nicht, auch wenn Donovan Mitchell das etwas anders sieht. "Wir sind nicht chancenlos. Sie treffen schwere Würfe und wir machen viele Fehler. Wir müssen einfach Lösungen finden", betonte der Guard, der 23 Punkte erzielte, dafür aber wieder 21 Versuche brauchte.
Wirklich gut sah es dennoch nicht aus, knapp zwei Minuten vor Schluss wirkte es so, als habe Cleveland bei einem Rückstand von 14 Punkten komplett aufgegeben, als Jalen Brunson ohne Gegenwehr einfach durch die Zone zum Ring spazierte. "Sie waren heute deutlich körperlicher als wir", musste Coach Kenny Atkinson zugeben.
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"Sie haben Druck auf den Ball ausgeübt, haben viel mit ihren Händen gemacht, gezerrt, geklammert - all die Sachen, die eben dazugehören. Wir auf der anderen Seite haben damit aber große Probleme gehabt." Cleveland schoss zwar 50 Prozent aus dem Feld, leistete sich aber auch wieder 18 Ballverluste, fast alle kamen von der Big Three um Mitchell, James Harden und Evan Mobley.
Doch die 50 Prozent täuschen ein wenig über den erneut schwachen Shooting-Abend hinweg. 12/41 aus der Distanz sind zu wenig, wie auch Mitchell anmerkte. "Wir müssen anfangen, Würfe zu treffen, Stops zu generieren und unsere Freiwürfe treffen." Das sind nicht nur Phrasen, die Cavs erspielen sich offene Würfe, sind aber plötzlich eiskalt. Über die Serie liegt die Dreierquote bei nur 29,4 Prozent, von der Freiwurflinie sind es ebenfalls unterirdische 67,6 Prozent.
Für ein Team, welches defensiv bestenfalls mittelmäßig ist, ist das kaum zu kompensieren und wirft Fragen nach dem Warum auf. Antworten haben die Cavs darauf nicht: "Manchmal wollen die Würfe nicht fallen, das passiert", sagte der Guard mit einem Schulterzucken. Dean Wade (44,4 Prozent) trifft derzeit als einziger Cavs-Akteur mehr als 33 Prozent.

Eine kleine Stichprobe, aber eben auch einer der Gründe, warum die Cavs in dieser Serie bislang keinen Fuß auf den Boden bekommen haben. Wobei, so ganz stimmt das nicht, wie auch Mitchell angab, als er nach den Lehren aus dieser Serie gefragt wurde. "Wir hätten Spiel 1 nicht mit 22 Punkten Vorsprung verlieren dürfen, das hat die komplette Dynamik der Serie verändert", trauerte der All-Star dem Auftakt hinterher.
Man möchte ihm recht geben, gleichzeitig wirkt es so, dass New York in dieser Serie einfach mehr Qualität besitzt. Noch will man das in Ohio nicht zugeben, doch vieles deutet darauf hin, dass dieses Matchup in den kommenden Tagen endgültig entschieden sein wird.
rar