19.02.2025
Neuer Bundestrainer steht unter Druck
Nach seinem durchwachsenen Debüt als Bundestrainer stehen Alex Mumbru nun nahezu alle Spieler - aus den europäischen Ligen - zur Verfügung. Das wird auch höchste Zeit, geht es im letzten Qualifikationsfenster schließlich noch um die EM-Teilnahme. Für die Spieler des FC Bayern zeigt der Spanier nach dem überraschenden Pokal-Aus Verständnis.

Insgesamt sieben Spieler aus der Weltmeister-Mannschaft von 2023 stehen dem Bundestrainer in den kommenden zwei Spielen der EM-Qualifikation zur Verfügung - so viele wie noch nie unter der Regie von Alex Mumbru. Das liegt einerseits natürlich daran, dass die EuroLeague derzeit pausiert, sicherlich aber auch an der Bedeutung der Partien, die schließlich die Teilnahme an der EuroBasket 2025 besiegeln.
"Es ist sehr wichtig", sagte der 45-Jährige über die Zusage der vielen Topspieler. "Ich weiß, dass wir in einer schwierigen Situation sind. Es ist wichtig, dass so viele gekommen sind."
Am Donnerstag kommt es für das DBB-Team zum Gipfeltreffen der Qualifikationsgruppe gegen Montenegro, die das Tableau mit drei Siegen anführen. Deutschland rangiert dahinter auf Platz zwei.
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"Wir wissen, dass wir gewinnen müssen. Wir könnten rausfliegen oder Erster werden. Das Wichtigste ist, dass wir schnell Chemie aufbauen und zusammen guten Basketball spielen."
| Platz | Land | Sp | S | N | +/- |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Montenegro | 4 | 3 | 1 | +28 |
| 2 | Deutschland | 4 | 2 | 2 | +37 |
| 3 | Schweden | 4 | 2 | 2 | -29 |
| 4 | Bulgarien | 4 | 1 | 3 | -36 |
Dabei wird der Spanier allerdings noch nicht auf den ehemaligen NBA-Spieler Daniel Theis zurückgreifen können. Der 32-Jährige, der kürzlich bei EuroLeague-Klub AS Monaco unterschrieb, steht aus organisatorischen Gründen vorerst nicht zur Verfügung. "Er kann uns möglicherweise im zweiten Spiel helfen", erklärte Mumbru. "Wir sind glücklich, dass er nun so nah bei uns ist."
Wieder mit von der Partie sind dagegen einige EuroLeague-Spieler des FC Bayern Basketball. Nick Weiler-Babb und Oscar da Silva sagten jedoch ab, Niels Giffey hat seine Nationalmannschaftskarriere beendet. Mit Justus Hollatz, Andreas Obst, Johannes Voigtmann und Youngster Ivan Kharchenkov stellen die Bayern dennoch (zusammen mit Alba Berlin) weiter die meisten Nationalspieler. Nach dem überraschenden Pokal-Aus gegen den MBC sei es für sie wichtig, "sich mental zu erholen", so Mumbru. "Nach Niederlagen zerdenkt man alles".
Schließlich spiele Bayern abseits davon "großartig" in der EuroLeague und in der BBL. "Es ist nicht einfach. Wenn man in den nationalen Wettbewerben und der EuroLeague spielt, können solche Sachen passieren." Dabei zog er die Parallele zu den anderen großen europäischen Vereinen. "Man sieht, dass viele dieser Mannschaften ihre Probleme haben. In Spanien haben die EuroLeague-Teams nicht den Pokal gewonnen, genauso nicht in Frankreich oder Italien."
Das Spiel in Montenegro beginnt am Donnerstag um 19 Uhr. MagentaSport überträgt die Partie kostenfrei.
Julius Ostendorf