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    NBA

    vor 6 Stunden

    Eastern Confernce im Check

    Sieben Deutsche und aggressive 76ers: Das große Power-Ranking des Ostens

    Die Eastern Conference gilt seit Jahrzehnten als die schwächere Conference in der NBA, doch spätestens in der anstehenden Saison dürfte sich das ändern. Wir werfen einen ersten Blick auf die veränderten Kräfteverhältnisse.

    Hannes Steinbach, LeBron James, Jalen Brunson
    Kann LeBron mit den 76ers eine Gefahr für Titelverteidiger New York werden? IMAGO/ZUMA Press

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    Platz 15: Milwaukee Bucks (Vorjahr: 32-50)

    Der Kader der Milwaukee Bucks für 2026/27

    Erstmals seit 13 Jahren steht Giannis Antetokounmpo nicht mehr im Kader. Es wird neu aufgebaut in Wisconsin, die Suche nach einem neuen Franchise-Star beginnt. Kann das Tyler Herro sein? Werden Veteranen wie Myles Turner oder Kyle Kuzma bald abgegeben? Diese Mannschaft ist derzeit ein bunter Mix aus Youngstern sowie einigen gestandenen Spielern. Diese Saison dürfte dazu dienen, zu sehen, was zusammenpassen kann. Der neue Coach Taylor Jenkins hat zumindest schon in Memphis gezeigt, dass er womöglich weniger talentierte Teams formen kann.

    Platz 14: Brooklyn Nets (20-62)

    Der Kader der Brooklyn Nets für 2026/27

    Mit Julius Randle, Moritz Wagner oder Keon Ellis haben die Nets nun deutlich mehr Erfahrung im Kader. Dazu ruhen die Hoffnungen auf Nr.-6-Pick Mikel Brown Jr. als Lösung auf Point Guard. Das war im Vorjahr das große Loch, weil sich weder Nolan Traore noch Ben Saraf empfehlen konnten. Egor Demin zeigte dazu in der Summer League gute Ansätze und Michael Porter Jr. ist auch (noch) da. Die Nets werden in der kommenden Saison besser sein, aber das heißt auch nicht viel.

    Platz 13: Chicago Bulls (31-51)

    Der Kader der Chicago Bulls für 2026/27

    Die Bulls schnitten in der Vorsaison endgültig die alten Zöpfe ab. Mit Tiago Splitter (kam aus Portland) sitzt ein hungriger und innovativ denkender Coach an der Seitenlinie, der schnell spielen lassen will und den Korb ständig attackieren will. Nr.-4-Pick Caleb Wilson sollte dazu geeignet sein, mit ihm sollte mit Josh Giddey aufgebaut werden. Eine Baustelle bleibt dagegen die Fünf, hier ist es anzuzweifeln, ob Nic Claxton tatsächlich die Lösung ist. Bis es wieder in Richtung Playoffs geht, dürfte es noch einmal ein, zwei Saisons dauern.

    Das neue deutsche Duo in Charlotte: Christian Anderson und Hannes Steinbach.
    Das neue deutsche Duo in Charlotte: Christian Anderson und Hannes Steinbach. Getty Images

    Platz 12: Charlotte Hornets (44-38)

    Der Kader der Charlotte Hornets für 2026/27

    LaMelo Ball und Miles Bridges sind weg, obwohl Charlotte eine starke zweite Saisonhälfte spielte und auf dem Papier ein Playoff-Team war. Das Front Office hatte aber andere Vorstellungen und ging lieber einen Schritt zurück, um später mehrere nach vorn zu gehen. Coby White ist jetzt der Spielmacher, er soll Brandon Miller und Kon Knueppel in Szene setzen. Ihre Chancen werden sicherlich auch die frisch gedrafteten Deutschen Christian Anderson Jr. und Hannes Steinbach bekommen, vermutlich werden sie aber erst einmal mit der Second Unit zum Einsatz kommen.

    Platz 11: Washington Wizards (17-65)

    Der Kader der Washington Wizards für 2026/27

    Die Wizards sind die große Unbekannte. Trae Young und Anthony Davis in einem Team, dazu Top-Pick AJ Dybantsa? Es ist schon ein seltsames Potpourri, das Wizards-Fans zu sehen bekommen. Wird Young den Ball dominieren? Wie viele Spiele hält Davis durch? Wie fügt sich Dybantsa ein? Es gibt so viele Fragezeichen. Dazu wird sich zeigen, welcher der Youngster wirklich bereit für kompetitiven Basketball ist. Denn: Die Wizards kriechen seit drei Jahren im Keller des Ostens rum und aufgrund der Stärke der Conference ist auch die Ankunft zweier (Ex-)All-Stars keine Garantie für Erfolg.

    Platz 10: Atlanta Hawks (46-36)

    Der Kader der Atlanta Hawks für 2026/27

    Atlanta schaffte es in der Vorsaison als einziges Team, den Knicks in den Playoffs mehr als ein Spiel abzunehmen. Im Sommer passierte dann aber einiges. Auf dem Papier sorgen Lu Dort, Aaron Wiggins oder Nr.-8-Pick Kingston Flemings für mehr Tiefe und Optionen. Gleichzeitig fehlt weiterhin ein echter Star, Jalen Johnson hatte in den Playoffs so seine Probleme. Das Shooting ist ebenfalls nicht das Beste. Gleichzeitig ist der Kader so konstruiert, dass ein baldiger Superstar-Trade nicht auszuschließen ist.

    Bleibt Kawhi in Los Angeles? Da eine kurzfristige Auflösung der Untersuchung nicht wahrscheinlich wirkt, könnte der Superstar tatsächlich im Westen bleiben.
    Bleibt Kawhi in Los Angeles? Da eine kurzfristige Auflösung der Untersuchung nicht wahrscheinlich wirkt, könnte der Superstar tatsächlich im Westen verbleiben. IMAGO/Icon Sportswire

    Platz 9: Toronto Raptors *(46-36)

    Der Kader der Toronto Raptors für 2026/27

    Die Raptors bleiben das Team im Limbo, weil noch völlig offen ist, ob der Trade für Kawhi Leonard nun wirklich durchgeführt werden kann. Passiert ist ansonsten nicht viel, verständlich ob der obskuren Situation. Stattdessen heißt es abwarten, denn sollte der Trade noch durchgehen, würden die Kanadier in unserem Ranking zumindest mal unter die Top 4 springen.

    Platz 8: Orlando Magic (45-37)

    Der Kader der Orlando Magic für 2026/27

    Neuer Coach, neues Glück? Nach fünf Jahren Jamahl Mosley soll nun Rookie-Coach Sean Sweeney dafür sorgen, dass Orlando endlich mal über die erste Runde hinauskommt. Der Kader ist mit Ausnahme von Moritz Wagner aber der Gleiche. Das muss nicht schlecht sein, schließlich wäre allen geholfen, wenn die Magic mal ein Jahr ohne große Verletzungen (ihrer Stars) durch die Saison kommen. Gleichzeitig dürfte es auch die letzte Chance für das Duo Franz Wagner/Paolo Banchero sein. Aber: Bei guter Gesundheit deuteten die Magic schon an, dass sie von der Spitzengruppe nicht weit entfernt sind.

    Platz 7: Miami Heat (43-39)

    Der Kader der Miami Heat für 2026/27

    Der Heat-Kader ist noch nicht fertig, gleich drei Spots können noch besetzt werden. Zumindest hat man nun schon einmal Antetokounmpo, der mit Bam Adebayo das neue Star-Duo bildet. Das ist zumindest defensiv eine Ansage, doch der dünne Backcourt wirft Fragezeichen auf. So spät noch einen guten Organisator zu finden, ist schwer, doch genau so etwas braucht diese Mannschaft. Möglich, dass es vor allem in den ersten Monaten noch haken wird.

    Erstmals seit Jahren ist das Jaylen/Jayson-Duo aufgebrochen.
    Erstmals seit zehn Jahren ist das Jaylen/Jayson-Duo aufgebrochen. David Butler II-USA TODAY Sports

    Platz 6: Boston Celtics (56-26)

    Der Kader der Boston Celtics für 2026/27

    Der Brown-Trade war ein kleiner Schocker, doch Boston hat immer noch viele Elemente, um erfolgreich zu sein. Jayson Tatum ist wieder fit, in Mitchell Robinson (Knicks) kommt der benötigte weitere Center. Coach Joe Mazzulla hat hier über Jahre ein System installiert, welches auf mathematischen Ansätzen basiert und damit gerade in der Regular Season sehr erfolgreich ist. Boston wird wieder fleißig Dreier werfen und das offensive Brett attackieren. Dafür scheint der Kader wie gemacht, auch wenn Paul George für Brown natürlich ein Downgrade ist.

    Platz 5: Indiana Pacers (19-63)

    Der Kader der Indiana Pacers für 2026/27

    Ja, die Pacers gibt es auch noch. Es ist quasi das Team, welches 2025 die OKC Thunder in den Finals in sieben enge Spiele zwang - mit dem Wechsel von Turner zu Ivica Zubac auf der Center-Position sowie Kelly Oubre Jr. als weiterer Ergänzung auf dem Flügel. Tyrese Haliburton will nach seinem Achillessehnenriss wieder angreifen, er macht diese Mannschaft so speziell. Die Pacers werden wieder unangenehm und vor allem unterschätzt sein. Bei all den Star-Trades ist Indy die Konstante und dürfte nach einem Jahr Pause wieder ins Geschehen in der Spitzengruppe eingreifen.

    Platz 4: Detroit Pistons (60-22)

    Der Kader der Detroit Pistons für 2026/27

    Jalen Duren hat noch immer keinen neuen Vertrag. Aller Voraussicht nach wird der Center zumindest in der kommenden Saison ein Pistons-Jersey tragen. Weg ist lediglich Tobias Harris, der in der Starting Five von John Collins (Clippers) ersetzt werden dürfte. Mit Isaiah Joe, Taurean Prince und Gary Harris wurde der Kader dazu sinnvoll ergänzt, Detroit hat nun mehr Erfahrung und Tiefe. Vermutlich werden es nicht wieder 60 Siege wie im Vorjahr, dennoch sollte niemand den Top-Seed aus dem Vorjahr vergessen.

    LeBron James ist zurück in der Eastern Conference.
    LeBron James ist zurück in der Eastern Conference. Ken Blaze-USA TODAY Sports

    Platz 3: Cleveland Cavaliers (52-30)

    Der Kader der Cleveland Cavaliers für 2026/27

    Früher oder später wird James Harden seinen neuen Vertrag bekommen und die Cavs werden ein ähnliches Team in die Saison schicken. Der Abgang von Dean Wade schmerzt, ersetzt wird er von Mario Hezonja, der sich noch einmal in der NBA beweisen möchte. Helfen sollte eine volle Vorbereitung, um sich mit Harden besser einzuspielen. Die Tiefe im Kader ist weiterhin gegeben und durch die Verträge von Dennis Schröder, Sam Merrill und Max Strus könnte man auch noch einmal was verändern. Mit Cleveland wird wieder zu rechnen sein.

    Platz 2: Philadelphia 76ers (45-37)

    Der Kader der Philadelphia 76ers für 2026/27

    Viel wurde über die neuen Sixers mit LeBron gesprochen, diskutiert und geschrieben. Es ist das klassische Superteam mit viel Qualität an der Spitze und einigen Fragezeichen dahinter. Dean Wade, Kentavious Caldwell-Pope und Anfernee Simons bringen zumindest etwas Tiefe, letztlich wird aber die Frage sein, wie LeBron mit Brown, Joel Embiid und Tyrese Maxey funktionieren wird. Bleibt Embiid gesund? Findet Coach Nick Nurse eine Balance, um alle Stars zufriedenzustellen? Gelingt es, dann ist Philly definitiv ein heißer Titelkandidat.

    Platz 1: New York Knicks (53-29)

    Der Kader der New York Knicks für 2026/27

    Das team-to-beat sind aber natürlich die Knicks, die mit Ausnahme von Mitchell Robinson (und mit Abstrichen Ariel Hukporti) ihr komplettes Team halten konnten. Die Starting Five ist in Stein gemeißelt, dazu wurden mit Landry Shamet und Jose Alvarado wichtige Rollenspieler gehalten. Andre Drummond als neuer Backup-Center ist ebenfalls eine solide Verpflichtung, sodass New York eigentlich alle Zutaten besitzt, um auch in der kommenden Saison die Voraussetzungen besitzt, den Titel zu verteidigen. Ob es dann auch klappt, steht auf einem anderen Blatt Papier, doch trotz der großen Investitionen der anderen Teams stehen die Knicks derzeit noch eine Stufe über der Konkurrenz.

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    Robert Arndt