11.03.2025
Die Frage nach dem "Wie?"
Knapp einen Monat ist der Trade von Luka Doncic zu den Lakers nun her. Während sich der Slowene in LA immer besser zurechtfindet, versinkt Dallas im Chaos. Der ehemalige Mavericks-Besitzer Mark Cuban äußerte nun Kritik am Trade - vor allem an der Art und Weise.

Unter der Ägide von Mark Cuban mauserten sich die Dallas Mavericks einst zu einem ernstzunehmenden Contender in der NBA und holten 2011 die Meisterschaft, mittlerweile hat der ehemalige Besitzer die meisten seiner Anteile an der Franchise aber abgegeben. Wie so viele andere hat aber auch Cuban eine Meinung zum wohl größten NBA-Trade der vergangenen Jahrzehnte an dem sein Team beteiligt war.
Und auch der mittlerweile 66-Jährige sieht den Tausch um Luka Doncic kritisch. "Wenn sie Luka traden wollen, ist das das eine", erklärte er im Interview mit WFAA. Das Problem sei aber der Gegenwert, den die Mavs für ihren Superstar erhielten. "Das soll nicht respektlos gegenüber Anthony Davis klingen, aber ich bin sicher, dass wir ganz anders über den Deal reden würden, wenn wir Anthony Davis, Max Christie und vier ungeschützte First Rounder bekommen hätten. Wir hätten einfach einen besseren Deal abschließen müssen", betonte Cuban.
Statt vier First-Round-Picks gab es für die Mavs aber nur einen einzigen - im Jahr 2029. Zudem wechselten im Rahmen des Tauschs der Würzburger Maxi Kleber und Markieff Morris zu den Lakers. Besonders bitter für Dallas: Davis verletzte sich in seinem ersten Einsatz für die Texaner, zuletzt riss sich Kyrie Irving, der nach dem Doncic-Abschied groß aufspielte, das Kreuzband.
Hätte es den Doncic-Trade unter der Führung von Cuban denn überhaupt gegeben? "Das ist egal und spielt keine Rolle", so der ehemalige Besitzer. Es gehe ihm schließlich eher um die Art und Weise. Nicht nur beim Gegenwert, sondern auch bei der Außendarstellung. "Jeder macht Fehler. Das Problem ist, dass derzeit niemand offen kommuniziert. Es geht nicht nur darum, was du machst. Du musst erklären, warum du gewisse Dinge tust", betonte er.
Er zog auch einen Vergleich zu seiner Zeit in der Verantwortung - und blickte zurück auf das Jahr 2004: "Sie sind halt nicht ich. Das kann niemand von ihnen erwarten. Aber als wir damals Steve Nash abgegeben haben, habe ich einen Blogartikel darüber geschrieben und genau erklärt, warum all das gerade passiert", erklärte Cuban.
amw