10.07.2025
Reform soll sofort einschlagen
Der serbische Basketball steht vor einer tiefgreifenden Reform. Der nationale Verband KSS will ab der Saison 2025/26 alle serbischen Klubs aus der ABA League abziehen und mit der "Professional National League" (PNL) eine neue nationale Spitzenliga einführen.

Die Ankündigung des serbischen Basketballverbands (KSS) sorgt für Aufsehen. Ziel ist es, die heimische Liga zu stärken, junge Talente zu fördern und die nationale Sichtbarkeit im europäischen Wettbewerb zu erhöhen.
Der Plan sieht eine Übergangssaison 2025/26 mit 20 Teams vor - darunter 16 Klubs aus der aktuellen KLS sowie vier ABA-Teams. Auch die EuroLeague-Klubs Partizan und Roter Stern Belgrad sollen dabei sein, wenn auch mit eingeschränkter Teilnahme bis zum Finalturnier in Belgrad. Ab 2026/27 soll die PNL mit 12 festen Teams starten.
Strenge Kriterien für Hallenkapazität (mind. 1.500 Plätze), Budget (mind. 500.000 Euro) und Ausländerregelung (max. 6 pro Team) sollen für professionelle Standards sorgen. KSS-Präsident Nebojaa Covic betonte, dass es sich nicht um eine anti-ABA-Maßnahme handle, sondern um einen notwendigen Schritt angesichts schwindender Relevanz der Liga und stagnierender regionaler Entwicklung.
Langfristig will Serbien mit dem neuen System direkte Qualifikationswege zu internationalen Wettbewerben wie EuroLeague, EuroCup oder Champions League schaffen. Bis 2030 strebt der Verband an, die PNL zu einer der fünf stärksten Ligen Europas zu machen. Die finale Entscheidung liegt nun bei den Klubs, die über die Umsetzung des Konzepts abstimmen müssen.
sgm