vor 14 Stunden
Bundestrainer sieht klaren Grund
Die deutschen Basketballerinnen haben die Auftaktniederlage gegen Spanien hinter sich gelassen und gegen Japan einen deutlichen Sieg eingefahren. Bei den Spielerinnen war im Anschluss die Erleichterung allgegenwärtig - aber auch der Stolz auf die eigene Leistung, angeführt vom defensiven Auftritt.

"Ich glaube, wir sind alle ein bisschen erleichtert", bilanzierte eine glückliche Frieda Bühner direkt nach der Schlusssirene am MagentaSport-Mikrofon, die nach der Klatsche am Vortag gegen Spanien laut eigener Aussage "sehr frustriert" gewesen war. "Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass wir als Team zusammengespielt haben und dass ich selbst nicht aggressiv genug war."
Doch, so versicherte Bühner, habe man das Spiel noch am gestrigen Abend abgeschüttelt und sei heute mit klarem Kopf aufgestanden. Das war nicht zuletzt bei der Power Forward von WNBA-Team Portland Fire selbst offensichtlich gewesen. Die 22-Jährige führte alle DBB-Akteurinnen mit 19 Zählern an, verwandelte dabei starke acht ihrer zwölf Wurfversuche.
"Wir haben auf das Spiel von gestern vom ersten Viertel an richtig gut reagiert - und das macht mich einfach total glücklich", grinste Bühner, die auch dem Publikum in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle ihren Tribut zollte.
Glücklich war nach Spielende offensichtlich auch Bundestrainer Olaf Lange, der persönlich sogar "sehr erleichtert" sei - allerdings nicht nur des Ergebnisses wegen, sondern vor allem aufgrund der Art und Weise des Sieges: "Natürlich gewinnt man, wenn man so spielt. Aber unsere Einstellung, unsere Zusammengehörigkeit, wie wir füreinander gekämpft und verteidigt haben, das hat die Grundlage gelegt", so der 54-Jährige bei MagentaSport.
Der Clou habe insbesondere darin gelegen, Japan vom Dreier fernzuhalten. Noch gegen Mali am Vortag hatten die Ostasiatinnen 20 Dreier bei über 50 Prozent Trefferquote im Korb versenkt. "Das ist für uns nicht einfach", erklärte Lange weiter. Denn: "Wir sind relativ groß, sie sind relativ klein und schnell. Aber wir haben das mit Eins-gegen-Eins-Verteidigung und adäquatem Switching sehr, sehr gut hinbekommen."
Die Taktik ging in der Tat auf: Die Japanerinnen blieben fast über das gesamte Spiel völlig kalt von außen. Bis kurz vor Spielende zählten die Statistiker nur einen Treffer bei 25 Versuchen, ehe Japan hinten raus nochmal zwei tiefe Würfe traf. Da war die Partie aber bereits längst entschieden. "Ich bin sehr stolz auf unsere Verteidigungsleistung, die im Prinzip die Grundlage für alles Weitere in diesem Spiel gelegt hat", resümierte Lange.
jos