02.07.2025
NBA-Star im freien Fall
Nach einem sportlich starken Jahr bei den Detroit Pistons steckt Malik Beasley tief in rechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten. Neben laufenden Klagen ehemaliger Partner und Gläubiger ermittelt das FBI wegen mutmaßlicher Wettvergehen. Ein lukrativer Pistons-Vertrag soll bereits vom Tisch sein.

Malik Beasley hatte sportlich seine beste Saison seit Jahren: Mit 319 getroffenen Dreiern stellte der Shooting Guard einen Franchise-Rekord bei den Pistons auf und war maßgeblich daran beteiligt, dass Detroit erstmals seit 2019 wieder die Playoffs erreichte. 16,3 Punkte pro Spiel machten ihn zu einem Hoffnungsträger für die Zukunft, aber abseits des Spielfeldes häufen sich die Probleme.
Wie ESPN und The Detroit News berichten, sieht sich der 28-Jährige aktuell mit mehreren Klagen, Millionenschulden und einer FBI-Ermittlung konfrontiert. Eine eigentlich geplante Vertragsverlängerung in Detroit über drei Jahre und 42 Millionen Dollar wurde laut Medienberichten bereits zurückgezogen.
Den Anfang machte ein Rechtsstreit mit seiner früheren Agentur Hazan Sports Management. Diese verklagte Beasley auf mindestens 2,25 Millionen Dollar wegen Vertragsbruchs und ausstehender Zahlungen aus einem Marketing-Deal, inklusive eines nicht zurückgezahlten Vorschusses über 650.000 Dollar.
Dazu kommt ein älteres Urteil über 5,8 Millionen Dollar aus einem Kreditvertrag mit South River Capital, sowie weitere Schulden aus Mietrückständen, nicht bezahlten Dienstleistungen und medizinischen Behandlungen. Unter anderem gewannen ein Zahnarzt und ein Promi-Barbier gerichtliche Urteile gegen Beasley.
Laut Gerichtsakten belaufen sich Beasleys Schulden inzwischen auf rund acht Millionen Dollar, trotz über 59 Millionen Dollar an NBA-Einnahmen.
Noch gravierender ist die laufende Untersuchung durch das FBI. Der Vorwurf: Beasley soll in mutmaßliche Wettvergehen und Überweisungsbetrug involviert sein. Ähnlich dem Fall Jontay Porter, der im Vorjahr lebenslang von der NBA gesperrt wurde.
Zwar wurden bislang keine Anklagen gegen Beasley erhoben, doch sein Berater Steve Haney betonte in einem Statement: "Viele werden untersucht, aber nie angeklagt. Das sollte man im Hinterkopf behalten." Die NBA hat sich bislang nicht offiziell zu dem Fall geäußert.
kon