20.02.2026
NBA kompakt aus der Nacht
Dennis Schröder und die Cleveland Cavaliers sind weiterhin nicht zu stoppen, während die Boston Celtics das Debüt von Kristaps Porzingis für die Golden State Warriors vermiest haben. Cade Cunningham hat derweil einen bockstarken Auftritt gegen die New York Knicks hingelegt.

Die Cavs bleiben seit der Trade Deadline weiterhin ungeschlagen und haben ihre Erfolgsserie auf mittlerweile sechs Siege ausgebaut, was ein neuer Bestwert in dieser Saison ist. Die Nets waren dabei allerdings auch kein würdiger Gegner, sodass der Sieg wirklich zu keiner Zeit gefährdet war.
Die Cavs führten ab der ersten Minute und gerieten nie in Rückstand, übrigens bereits zum zweiten Mal in Serie und zum sechsten Mal in dieser Saison. Nach der Pause betrug der Vorsprung bereits 18 Zähler, zur Halbzeitpause schon mehr als 20. Ein entscheidender Faktor dabei war James Harden, der seine ersten sechs Würfe allesamt traf (16 am Ende) und dazu starke neun Assists spielte. Gemeinsam mit den restlichen Startern durfte er auch das Spielende von der Bank aus verfolgen.
Diese machten durch die Bank weg ein gutes Spiel und punkteten allesamt zweistellig. Jarrett Allen legte dazu ein schönes Double-Double (15 Punkte, 10 Rebounds) auf. Donovan Mitchell war mit 17 Zählern Topscorer seines Teams. Dennis Schröder zeigte ebenfalls ein gutes Spiel und kam in 20 Minuten auf zwölf Punkte (4/8 FG) sowie jeweils drei Rebounds und Assists. Auf der Gegenseite war Michael Porter Jr. mit 14 Punkten der erfolgreichste Werfer in einem insgesamt schwachen Nets-Team.

So hat sich Kristaps Porzingis sein Debüt für sein neues Team sicherlich nicht vorgestellt. Gegen seine alten Mannschaftskameraden aus Boston sahen die Warriors, die auf den verletzten Stephen Curry verzichten mussten, überhaupt kein Land und lagen Mitte des dritten Viertels bereits uneinholbar mit -34 zurück.
Dass es am Ende noch einmal knapper wurde, war nur dem Umstand zu verdanken, dass die Celtics es im Schlussviertel äußerst leger angingen und Golden State so noch mal ins Spiel kommen ließen. Angeführt wurde Boston dabei von All-Star-Starter Jaylen Brown, der ein starkes Triple-Double (23 Punkte, 15 Rebounds, 13 Assists) auflegte. Payton Pritchard (26) und Sam Hauser (16) lieferten wichtiges Scoring, Neuzugang Nikola Vucevic kam auf neun Punkte und fünf Rebounds.
Porzingis war dabei auf Seiten der Warriors noch einer der wenigen Lichtblicke. Der Lette spielte insgesamt 17 Minuten und sah in diesen durchaus gut aus, am Ende standen zwölf Punkte und ein Block auf seinem Statistikbogen. Erfolgreichster Werfer war De'Anthony Melton mit 18 Punkten, gefolgt von Gui Santon und Will Richard (je 17).

Die Pistons werden zum wahren Angstgegner für die Knicks. Alle drei Aufeinandertreffen in dieser Saison haben die Knickerbockers nun gegen das beste Team aus dem Osten verloren, auch in diesem waren sie am Ende chancenlos. Zur Pause führte Detroit bereits mit zehn Punkten, nach der Halbzeit holte New York aber auf und besorgte in Person von Karl-Anthony Towns (21 Punkte) den Anschluss zum 62:60.
Zwei anschließende Dreier von Duncan Robinson ließen Detroit jedoch wieder davonziehen und diesmal schaffte NY den Anschluss nicht mehr. Sie fanden schlichtweg kein Mittel gegen den überragenden Cade Cunningham (42 Punkte, 13 Rebounds), der die Seinen Anfang des Schlussabschnitts auf +19 in Front brachte. New York verkürzte durch Topscorer Jalen Brunson (33) zwar noch mal auf -11, näher sollten sie aber nicht mehr rankommen. Für die Pistons war es bereits der vierte Sieg in Serie.
Eine noch beeindruckendere Serie können sie Spurs aufweisen, die nach dem klaren Sieg über Phoenix mittlerweile bei sieben Siegen in Folge stehen. Ohne Dillon Brooks und Devin Booker, der nach neun Minuten verletzungsbedingt das Feld verlassen musste, lieferten die Suns den Spurs nicht nennenswerte Gegenwehr.
Zur Pause führten diese bereits zweistellig, nach dem dritten Viertel war es bereits 27 Punkte Vorsprung. So stand am Ende nur Dylan Harper (17) mehr als 25 Minuten auf dem Parkett, der gemeinsam mit Victor Wembanyama (17, 11 Rebounds, 5 Blocks) der zweitbeste Scorer seines Teams war. Angeführt wurden die Spurs von Stephon Castle (20), De'Aaron Fox steuerte weitere 15 Zähler bei. Bei Phoenix war Jalen Green der mit Abstand beste Werfer (26).
Die Clippers sind trotz der Abgänge von James Harden und Ivica Zubac weiterhin richtig gut in Form und haben mit den Nuggets nun sogar eines der besten Teams der Liga besiegt. Entscheidend dafür war Neuzugang Bennedict Mathurin, der mit 38 Punkten kurzerhand sein Career High bei seinem Heimdebüt im Intuit Dome eingestellt hat.
Mathurin war es auch, der in einem durchweg engen Spiel am Ende an der Freiwurflinie die Nerven behielt. Mit 13 Sekunden auf der Uhr hatte Brook Lopez die Seinen mit +4 in Front gebracht, ehe Jamal Murray mit einem blitzschnellen Dreier auf -1 verkürzte. Die Nuggets foulten Mathurin anschließend, der beide Freiwürfe versenkte und Denver unter Druck setzte. Diese gaben den Ball wieder in die Hände von Murray, der zum Dreier hochstieg und dabei gefoult wurde, wodurch er mit einer Sekunde auf der Uhr drei Freiwürfe zugesprochen bekam. Als einer der besten Freiwurfschützen der Liga versenkte er die ersten beiden problemlos, der letzte wollte aber nicht fallen und die Clippers sicherten sich den entscheidenden Rebound.
Murray stand am Ende bei 20 Punkten, Nikola Jokic legte 22 Punkte und 16 Rebounds auf. Auf der Gegenseite war Kawhi Leonard nach Mathurin der beste Werfer (23 Punkte), gefolgt von Derrick Jones Jr. (22).
Gianluca Fraccalvieri