03.06.2009
Andreas Wagner tritt zurück
Sportlich hatten sich die Giants Nördlingen den Klassenerhalt gesichert. Doch finanziell konnte der geplante Etat für die kommende Saison mangels Sponsorengelder nicht erreicht werden. Zuletzt waren auch Gespräche mit einem potenziellen Haupt- und Namenssponsor gescheitert. Dieser sah von einem Engagement ab, da "der Bereich Basketball derzeit zu wenig TV-/Bild- und Printmedienpräsenz zeigt". Derweil zog Trainer Andreas Wagner seine Konsequenzen.
Er gab bekannt, dass er den Verein nach zwei Jahren nun verlassen werde und sich neuorientieren möchte. "Wir haben souverän die BBL-Saison bestritten und waren nicht ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz. Ich denke, ich habe mit und in Nördlingen das Bestmögliche erreicht", sagte Wagner: "Ich bin noch sehr jung, besitze allerdings schon einiges an Trainererfahrung. Daher möchte ich mich nun neuen Herausforderungen stellen. Das gehört auch zu meiner persönlichen Entwicklung", fügte er hinzu. Der Verein hat indes angekündigt, in den nächsten Tagen einen Nachfolger zu präsentieren.
"Wir haben in den letzten zehn Jahren mehr als unsere Ziele erreicht. Wir werden die Erfahrungen aus dieser Saison verarbeiten und gestärkt in die neue Spielzeit starten", verbreitet Manager Jürgen Kohl weiterhin Hoffnung. Die Giants werden in der kommenden Saison wieder in der zweiten Liga (ProA) antreten.
"Mit dem vorzeitigen Rückzug ist allen Beteiligten geholfen. Die BBL kann planen, und unsere Anhänger wissen Bescheid", sagte Manager Jürgen Kohl. Die Giants Nördlingen waren erst vor der noch laufenden Saison in die Bundesliga aufgestiegen. In der Abschlusstabelle belegten die Schwaben den 16. Platz und schafften damit den Klassenerhalt.
Mit wie vielen Vereinen die BBL in die neue Saison geht, steht noch nicht fest. Zunächst wolle man abwarten, wie es bei finanziell angeschlagenen Klubs wie den Köln 99ers und Paderborn Baskets weitergehe, und ob die Aufsteiger Mitteldeutscher BC und Phoenix Hagen die Lizenzauflagen erfüllen, sagte Pommer.
Als mögliche Nachrücker stehen die Absteiger Giessen 46ers und Eisbären Bremerhaven bereit. Eine Entscheidung soll bis Anfang Juli fallen.