vor 12 Stunden
Franzose beansprucht Platz an der Spitze
Victor Wembanyama hat auf dem Media Day der San Antonio Spurs über die verlorenen Finals gegen die New York Knicks gesprochen und dabei tiefe Einblicke in sein Seelenleben gegeben. Für die neue Saison hat er sich jedoch viel vorgenommen, auch wenn der Schmerz noch nicht ganz weg ist.

"Das Verarbeiten der Niederlage, das ist noch nicht vorbei. Es entwickelt sich mit der Zeit, aber ich hatte ein paar schlaflose Nächte, vielleicht nicht ganz schlaflos, aber manchmal schwer einzuschlafen. Aber irgendwann akzeptiert man, dass man da durch muss und alles fühlen muss", erklärte Victor Wembanyama die Zeit nach den verlorenen Finals gegen die Knicks.
Aus diesem Schmerz wollen er und das Team jetzt aber etwas Positives für die neue Saison ziehen. "Wir wollen uns vor nichts verstecken. Also werden wir diesen Emotionen ins Auge sehen. Der Realität ins Auge sehen, dass wir 100 Spiele zu spielen haben, um zurück in die NBA Finals zu kommen. Das ist die Realität. Wir sind in einer großartigen Position. Wir sind sehr hoffnungsvoll, sehr ehrgeizig und bereit", meinte er weiter.
Die vergangenen Finals sollen dabei für das junge Team als Ansporn dienen. "Ich könnte mir keine bessere Motivation vorstellen", gab sich Wemby selbstbewusst, der zugleich vom gemeinsamen Sommer mit seinen Teamkollegen geschwärmt hat: "Ich nehme viele positive Dinge aus allem mit, was wir diesen Sommer gemacht haben. Einfach zusammen zu sein, war ehrlich gesagt unglaublich."

Nachdem das Team bei seiner ersten Playoff-Teilnahme seit 2019 direkt die Finals erreicht hat, werden sie zur kommenden Saison zum gejagten Team im Westen. Für Wembanyama fühlt sich dies schon ganz normal an, "als wären wir an unserem Platz", meinte er. "Das hat sich schon im Vorjahr so angefühlt, als wir uns der Spitze der Conference angenähert haben. Es fühlt sich normal an. Ich würde sagen, es hat sich seltsam angefühlt, in der Vergangenheit nicht an diesem Platz zu sein", führte er aus.
Auch dass er dadurch in Zukunft nicht mehr "Everybodys Darling" sein wird, macht ihm nichts aus. "Wir kämpfen um den Gipfel des Berges, und wir werden Menschen aus dem Weg räumen müssen, die uns im Weg stehen. So ist das nun mal. Also nehme ich es auch als großes Zeichen des Respekts. Fans lieben dich, wenn du in ihrem Team bist, und hassen es, wenn nicht. So erleben die Menschen ihren eigenen Konkurrenzkampf. Das ist normal. Ich habe nichts dagegen", erklärte er gelassen.
Im Rematch der Western Conference Finals, das in sieben Spielen an die Spurs ging, stehen San Antonio und die Oklahoma City Thunder sich in der Opening Night gegenüber (21. Oktober, 3.30 Uhr deutsche Zeit).
gfr