vor 4 Stunden
Suns-Star zieht WWE-Vergleich
Nach der zweiten Niederlage gegen OKC sitzt der Frust bei Devin Booker und den Phoenix Suns tief. Der All Star findet deutliche Worte und nimmt einen Schiedsrichter öffentlich ins Visier.

Devin Booker ließ nach der 107:120-Niederlage der Phoenix Suns gegen die Oklahoma City Thunder seinem Frust freien Lauf, und das ungewohnt deutlich. Auslöser war eine strittige Szene im dritten Viertel, als Booker, beim Versuch einen Ball zu retten, zunächst gefoult wurde und Richtung Freiwurflinie ging. Nach Review entschieden die Schiedsrichter aber überraschend auf Offensivfoul gegen ihn. Dies führte bei den Suns zu sichtbarer Verwirrung und mündete später in einem technischen Foul. "Ich habe bis jetzt keine Erklärung bekommen", sagte Booker. "Das ist definitiv etwas, das überprüft werden muss."
Besonders brisant ist, dass Booker den verantwortlichen Referee sogar beim Namen nannte. "In meinen elf Jahren habe ich noch nie einen Schiedsrichter öffentlich kritisiert, aber James (Williams) war heute einfach schlecht, von vorne bis hinten", erklärte er. "Das ist schlecht für die Integrität des Sports."
Mit seiner Wortwahl ging Booker noch einen Schritt weiter und zog einen drastischen Vergleich: "Wenn das nicht aufgearbeitet wird, werden die Leute anfangen, das hier wie die WWE zu sehen", sagte der Guard.
Neben den Entscheidungen selbst kritisierte Booker auch den Umgang mit ihm als erfahrenem Spieler: "Es fühlt sich respektlos an", so der 29-Jährige. "Ich bin seit elf Jahren in der Liga, dass ich jetzt so behandelt werde und das überhaupt öffentlich sagen muss, zeigt, wie schlimm es ist."
Die NBA dürfte die Aussagen prüfen. Geldstrafen sind in solchen Fällen üblich. Booker zeigte sich davon aber unbeeindruckt: "Egal, wofür ich bestraft werde, jeder kann sich die Szene anschauen und sehen, woher die Frustration kommt."
Die Serie geht nun für zwei Spiele nach Phoenix, wo die Suns dringend eine Reaktion zeigen müssen. Aktuell liegen sie mit 0-2 zurück.
kon