04.05.2025
16-Punkte-Rückstand im Q4
Die Rostock Seawolves standen gegen den direkten Konkurrenten Chemnitz kurz vor einer erfolgreichen Aufholjag, verspielten diese allerdings in einer dramatischen Schlussphase. Indes lösten die Bayern ihre Pflichtaufgabe gegen Göttingen und die Braunschweiger kamen gegen Frankfurt mit einem blauen Auge davon.

Durch den gestrigen Sieg Ulms gegen Heidelberg standen die Bayern unter Druck. Bei einer Niederlage hätte man die Tabellenführung an die Schwaben abgegeben.
Doch die Münchner präsentierten sich von Beginn an konzentriert. Noch im Auftaktviertel zog der Meister zweistellig davon. Die Herbert-Truppe profitierte vom guten Shooting (42% Dreier) sowie der griffigen Verteidigung (19 Ballverluste forciert). Insbesondere dank des starken Backcourts (Kharchenkov 17, Obst 15) bauten die Bayern ihre Führung bis nach einer halben Stunde Spielzeit auf +21 (81:60) aus.
Im Schlussviertel wehrten sich die Göttinger, die bereits als Absteiger feststehen, noch einmal. Topscorer Marcus Shave Jr. (15) verkürzte anderthalb Minuten vor Schluss auf -10. Schließlich kam die Aufholjagd allerdings zu spät.
Den Niners Chemnitz ist im Rennen um die Playoff-Teilnahme ein gleichwohl wichtiger wie dramatischer Sieg gelungen. Gegen den direkten Konkurrenten Rostock Seawolves (beide zuvor mit gleicher Bilanz von 16-13) hatten die Sachsen im Schlussviertel zunächst eine 16-Punkte-Führung aus der Hand gegeben. Mit der letzten Aktion des Spiels glich Nicolas Tischler nach Einwurf-Alley-Oop jedoch zum Stand von 94:94 aus.
In der Verlängerung behielten die Gastgeber schließlich die Nerven. Topscorer Jeff Garrett (22, 8/11) brachte Chemnitz mit fünf Punkten in Folge in Führung, die bis ins Ziel gehalten wurde. Teamkollege Jacob Gilyard steuerte ein Double-Double hinzu (17 Punkte, 11 Vorlagen). Für die Hanseaten legte Mikal Osborne beeindruckende 26 Punkte (10/18) und 15 Rebounds auf.
Durch den Sieg festigen die Niners den fünften Tabellenplatz und haben die direkte Playoff-Teilnahme nun selbst in der Hand. Rostock rutscht dagegen auf die Play-In-Plätze ab und muss um die Postseason bangen.
Die Basketball Löwen Braunschweig haben den Anschluss an die Würzburg Baskets bewahrt. Gegen die Skyliners setzten sich die Niedersachsen erst im Schlussviertel durch. Dem Tabellenvorletzten ging derweil spät die Puste aus. Nur noch neun Zähler gelangen den Frankfurtern in den finalen zehn Minuten.
Ferdinand Zylka war mit 14 Punkten bester Scorer der Hausherren, Jungstar Sananda Fru steuerte zwölf Zähler sowie neun Vorlagen hinzu. Jordan Theodore führte die Bemühungen Frankfurts mit 13 (5/11) an.
Zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison stehen die Braunschweiger mit den drittplatzierten Würzburgern bilanzgleich (18-13) da. Bereits am kommenden Wochenende könnten sich beide Mannschaften die direkte Playoff-Qualifikation sichern.
jos