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    NBA

    vor 21 Stunden

    Meister sorgte für Eklat

    Rolle rückwärts: Knicks liefern hunderte Championship-Ringe nach

    Die Spieler der New York Knicks erhielten vor dem Saisonauftakt ihre Championship-Ringe. Viele Mitarbeitende hatten jedoch nicht so viel Glück und wurden stattdessen sogar mit Test-Mails geködert. Nach einer öffentlichen Entschuldigung will die Franchise die Sache nun aber bereinigen.

    James Dolan
    James Dolan ist der Besitzer der New York Knicks. IMAGO/UPI Photo

    Die Übergabe der Championship-Ringe und die Zeremonie des Meister-Banners haben in der NBA eine lange Tradition. Bei der diesjährigen Feier der New York Knicks lief jedoch einiges anders, als man es zunächst erwarten würde.

    Laut eines Reports von The Athletic habe ein Großteil des Coaching Staffs keine Ringe erhalten. Demnach hätten sich sieben ligainterne Informanten gemeldet, um über die Ereignisse zu berichten. Laut ihnen hätten die Assistant Coaches, die allesamt keine Ringe bekamen, im Laufe des Tages von der Entscheidung erfahren.

    Laut Team-Insidern seien die Reaktionen der Assistenztrainer darauf "eine Bandbreite von tatsächlicher Wut bis hin zu Verärgerung" gewesen. Ob Headcoach Mike Brown einen Ring erhielt, blieb zunächst unklar. The Athletic äußerte, dass man hierzu widersprüchliche Informationen erhalten habe.

    Madison Square Garden
    Der Madison Square Garden ist die Heimspielstätte der New York Knicks. Brad Penner

    New York Knicks: Chaos um Phishing-Mails

    Normalerweise erhalten auch die Angestellten der Franchises Championship-Ringe, auch wenn diese wesentlich weniger aufwendig und preisgünstiger sind. Für viele langjährige Mitarbeitende des Madison Square Gardens, darunter auch einige aus dem kaufmännischen Bereich der Knicks, gilt dies jedoch nicht.

    Zwar erhielten sie eine E-Mail mit zwei Designs für Championship-Ringe, aus denen sie auswählen konnten. Statt eines Rings erhielten die Mitarbeiter jedoch eine verpflichtende Schule zum Thema Cyber-Sicherheit. Die Phishing-E-Mail wurde vom MSG selbst verschickt, um offenbar die Mitarbeitenden zu testen.

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    Für dieses makabere Vorgehen entschuldigte sich der Madison Square Garden nun. "Das Unternehmen hatte zuvor eine E-Mail an sein Corporate-Team verschickt, als Simulation eines Phishing-Angriffs, um unsere Sicherheit gegen Hacker zu stärken”, sagte ein Sprecher. "MSG wurde kürzlich gehackt und erpresst, und zwar mit einem Mitarbeiter-Login samt Passwort, die durch einen ähnlichen Phishing-Angriff erlangt worden waren. Die Ringe als Köder zu benutzen, um die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter zu gewinnen, war ein bedauerlicher Fehler."

    New York Knicks liefern mehr als 275 Ringe nach

    Auch die New York Knicks scheinen aus dem Skandal ihre Lehren gezogen zu haben und wollen die Ringe nun nachliefern. Dem Sprecher zufolge werden "mehr als 275 Meisterschaftsringe und Schmuckstücke an Spieler, Trainer, Mitarbeiter und andere Mitglieder der Knicks-Familie" vergeben, der Gesamtwert soll dabei mehr als 3,7 Millionen Dollar betragen.

    Laut The Athletic sei es dabei gar nicht außergewöhnlich, dass viele Beschäftigte eines Champions keine Ringe erhalten. So hätten im vergangenen Jahr die Assistenten und sogar einige Manager der Oklahoma City Thunder ebenfalls keine Ringe im Rahmen der großen Zeremonie erhalten.

    Dass es auch anders geht, zeigten die Cleveland Cavaliers und Los Angeles Lakers in den Jahren 2016 bzw. 2020: Damals bekamen die Assistant Coaches zusammen mit den Spielern ihre Ringe überreicht.

    jsc, gfr