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    Basketball - BBL

    vor 22 Stunden

    Ex-Pokalsieger kann ein paar Stützen halten

    Rekordspieler und der ewige Boss sind weg: Wie sich der MBC neu aufstellt

    Der Syntainics MBC hatte lange Zeit mit Abstiegssorgen zu kämpfen, hielt letztlich aber souverän die Klasse. Dennoch ging mit dem Abschied von Boss Martin Geissler eine Ära zu Ende. Die Mitteldeutschen stellen sich neu auf.

    Kostja Mushidi ist zum MBC zurückgekehrt.
    Kostja Mushidi ist zum MBC zurückgekehrt. IMAGO/HMB-Media

    Es ist wie so oft in Weißenfels, die besten Spieler können nicht gehalten werden. Ex-NBA-Spieler Khyri Thomas wechselte in die Türkei und nach vier Jahren verabschiedete sich auch Rekordspieler Charles Callison. Den kleinen Spielmacher zieht es nach Sibirien. Es ist der womöglich größte Verlust, da der Ex-Kapitän als Leader und Fixpunkt dem Team über Jahre Stabilität verlieh und auch beim sensationellen Pokalsieg eine wichtige Rolle spielte.

    Der neue Führungsspieler heißt nun Spencer Reaves, der trotz einiger Angebote, darunter auch von Alba Berlin, den Mitteldeutschen treu blieb und seinen Vertrag erfüllen wird. Bitter: Im Testspiel gegen Hamburg zog sich der Shooting Guard mit deutschem Pass eine Bänderverletzung zu und wird in den ersten Saisonwochen ausfallen. Auch deswegen legte der MBC bereits zweimal nach.

    Der irische Nationalspieler Sean Flood soll den Ausfall abfedern, gleiches gilt für Rückkehrer und Nationalspieler Kostja Mushidi. Beide haben zunächst aber nur bis Ende November einen Vertrag bekommen. Die Callison-Lücke soll DeLonnie Hunt schließen, der aus Kroatien nach Sachsen-Anhalt kommt.

    • Syntainics MBC: Der komplette Spielplan im Überblick
    • Syntainics MBC: Alle News zum Team

    Viel internationale Erfahrung hat der 24-Jährige nicht, es dürfte wohl etwas dauern, bis er sich an das höhere Niveau gewöhnt hat. Ähnlich sieht es bei Kris Clyburn und Anthony Gaines aus, die in der Schweiz bzw. in der ProA sich empfehlen konnten. Routine bringt dagegen Borisa Simanic, der 2023 sogar in Serbiens WM-Kader stand, dort aber nach einem Schlag eine Niere verlor und zuletzt bei BCL-Team Igokea unter Vertrag stand.

    Er verstärkt einen eingespielten Frontcourt um Jure Planinic, Kresimir Nikic und den zweimaligen Nationalspieler Collin Welp, der seinen Vertrag in Weißenfels verlängerte. Neu ist zudem auch der Coach, nachdem sich Milenko Bogicevic nach Oldenburg verabschiedete. Aus dem Trainerstab der serbischen Nationalmannschaft konnte Vladimir Jovanovic für das Projekt gewonnen werden.

    Syntainics MBC: So könnte die Rotation aussehen

    PGSGSFPFC
    D. HuntS. ReavesA. GainesB. SimanicJ. Planinic
    S. FloodK. ClyburnK. MushidiC. WelpK. Nikic
    V. RadojicicM. SiegertG. de Oliviera
    A. Wafa

    Syntainics MBC: Alle Zu- und Abgänge im Überblick

    Zugänge: Vuk Radojicic (OKK Belgrad), Anthony Gaines (Crailsheim), Kris Clyburn (Lions de Geneve), DeLonnie Hunt (Zagreb), Gabriel de Oliveira (Crailsheim), DeLonnie Hunt (Dinamo Zagreb), Borisa Simanic (Igokea), Kostja Mushidi (Chemnitz), Sean Flood (Den Bosch)

    Abgänge: Marcus Foster (Bonn), R.J. Gunn (BC Vienna), Perttu Blomgren (Trefl Sopot), Andrew Harrison, Akeem Vargas, Moritz Heck (Dresden), Charles Callison (Krasnojarsk), Khyri Thomas (Petkimspor)

    Syntainics MBC: Die Prognose

    Die Abgänge von Callison und Thomas wiegen schwer, vor allem die Entwicklung von Hunt dürfte eine der Schlüssel für die neue Saison sein. Dass jetzt auch noch Reaves ausfällt, verkompliziert die Lage im Backcourt, ein Fehlstart in der BBL scheint nicht ausgeschlossen. Gefühlt fehlt das athletische Element, dieses kommt fast ausschließlich von der Forward-Position (Gaines, Mushidi).

    Die deutsche Rotation ist mit Vuk Radojicic, Mushidi, Collin Welp und Backup-Center Kresimir Nikic dagegen recht solide, erst recht, wenn Reaves wieder mit dabei ist. Dafür musste bei den Ausländern etwas gespart werden, hier fehlt mit den Ausnahmen Simanic und Planinic fast jegliche Erfahrung.

    Gleichzeitig wirkt der Kader zu solide, um ernsthaft in Abstiegsnöte zu geraten. Platz 13 wie im Vorjahr erscheint möglich, damals holten die Mitteldeutschen 13 Siege. Das dürfte ein realistisches Ziel für 2026/27 sein.

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    Robert Arndt