vor 18 Stunden
NBA-Aus steht im Raum
Die Golden State Warriors haben die Gehaltszahlungen an Kristaps Porzingis eingestellt. Der Center fehlt dem Team seit Beginn der Saisonvorbereitung. Einen Trade des Letten verfolgt der Klub trotz der unklaren Zukunft weiter.

Wie ESPN unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Liga und des Teams berichtet, überweisen die Warriors Porzingis aktuell kein Gehalt mehr. Der Klub begründet das damit, dass der 31-Jährige die vertraglich geschuldeten Leistungen nicht erbringe. Porzingis wehre sich nicht dagegen. Laut ESPN tendiert er dazu, seine NBA-Karriere zu beenden.
Porzingis hatte Ende Juni einen Zweijahresvertrag über 40 Millionen Dollar unterschrieben. In dieser Saison stehen ihm 20 Millionen zu, für die Spielzeit 2027/28 sind nur drei Millionen garantiert. Nach Berechnung von ESPN-Experte Bobby Marks entgehen dem Letten pro Spiel 218.341 Dollar.
Am Tag vor dem Trainingslager hatte sich Porzingis telefonisch bei General Manager Mike Dunleavy abgemeldet, der Klub sprach von einer privaten gesundheitlichen Angelegenheit. Nach einem Treffen mit Dunleavy und Medizinchef Rick Celebrini am 13. Oktober hieß es zunächst, er werde sich wieder beim Team aufhalten. Eine Woche später teilten die Warriors mit: "Wir rechnen nicht damit, dass Kristaps in nächster Zeit beim Team sein wird." Seither führt der Klub ihn offiziell als "nicht beim Team" statt als krank. Laut ESPN gilt seine Abwesenheit damit nicht mehr als entschuldigt.
Porzingis selbst hatte sich Mitte Oktober auf "X" geäußert: "Ich arbeite mit Ärzten und Experten daran, so schnell wie möglich wieder vollständig gesund zu werden." Es sei "definitiv frustrierend", mit gesundheitlichen Problemen umzugehen, "die man nicht genau bestimmen kann", zusätzlich zu den Verletzungen seiner Karriere. Trainer Steve Kerr sagte vor dem Saisonauftakt: "Ich habe ihn nicht gesehen, wir haben per SMS und einmal telefonisch Kontakt gehalten."
Pläne, den Vertrag aufzulösen, haben die Warriors laut ESPN derzeit nicht. Sie wollen bis zur Trade-Deadline am 11. Februar flexibel bleiben. Weil im zweiten Vertragsjahr nur drei Millionen Dollar garantiert sind, kann der Kontrakt für andere Teams als auslaufend gelten.
Golden State hatte Porzingis im Februar von den Atlanta Hawks geholt, unter anderem im Tausch gegen Jonathan Kuminga. In der vergangenen Saison kam er für beide Klubs auf nur 32 Spiele mit 16,7 Punkten im Schnitt, 15 davon für die Warriors. Ohne ihn startete Golden State mit drei Niederlagen in die Saison und gewann anschließend fünfmal in Serie.
jos