01.02.2026
Sportlicher Tiefpunkt
Nach einer überraschenden Niederlage in der griechischen Liga ist es bei Panathinaikos Athens zu einem öffentlichen Eklat gekommen. Klubbesitzer Dimitris Giannakopoulos ging nach der 95:102-OT-Pleite bei Aris Thessaloniki verbal hart mit Cheftrainer Ergin Ataman, dessen Staff und auch den Spielern ins Gericht.

Ataman war im vierten Viertel der Partie mit zwei technischen Fouls vom Feld gestellt worden, Assistent Christos Serelis beendete das Spiel an der Seitenlinie. Die Niederlage nach Verlängerung sorgte anschließend für massive Verärgerung beim Klubbesitzer, der sich in einer Instagram-Story ungewohnt scharf äußerte. Giannakopoulos warf dem Trainerstab vor, nicht zu begreifen, "wo man hier arbeitet", und stellte klar, dass ein Klub wie Panathinaikos andere Maßstäbe habe.
Besonders deutlich wurde der 50-Jährige beim Thema Erwartungshaltung: Bei einem kolportierten Budget von rund 40 Millionen Euro dürfe es keinerlei Ausreden geben, weder Schiedsrichter noch äußere Umstände. Verluste gegen Teams wie Aris seien in dieser Konstellation schlicht nicht akzeptabel.
"Spieler, Trainer, Assistenten, ihr seid eine Schande! Wenn ihr nach Athen zurückkehrt, solltet ihr alle zurücktreten! Schämt euch", so der Pana-Boss.
Rein sportlich war es erst die zweite Saisonniederlage von Panathinaikos in der griechischen Liga. Dennoch liegt der Rekordmeister nun hinter dem weiterhin ungeschlagenen Olympiakos Piräus zurück. Der Auftritt in Thessaloniki traf dabei offenbar einen empfindlichen Nerv, weniger wegen der Tabellenlage, sondern wegen der Außenwirkung und der fehlenden Kontrolle in einer eigentlich klaren Favoritenrolle. Ob die öffentlichen Aussagen langfristige Konsequenzen nach sich ziehen, bleibt offen.
kon