03.03.2026
Ilic steckt nach Turnier in den Emiraten fest
Der Nahe Osten steht angesichts der fortwährenden Kriegshandlungen still. Die Auswirkungen sind nun auch im Basketballbetrieb spürbar. In Abu Dhabi musste wegen Raketenalarms das prominent besetzte Nachwuchsturnier "ANGE" abgebrochen werden. Mittendrin: Der deutsche Youngster Dusan Ilic.

Im Rahmen eines von mehreren Qualifikationsturnieren sollten sich dieser Tage einige der größten U18-Talente Europas in Abu Dhabi gegenüberstehen. Bereits am dritten Spieltag musste der Wettbewerb allerdings abgebrochen werden. Grund dafür: am Standort Abu Dhabi kam es zu Raketenangriffen aus dem Iran.
"Wir hatten schon unsere Sachen für das Spiel gegen Real Madrid gepackt und waren unten in der Lobby bereit zum Losfahren", berichtete das deutsche Nachwuchstalent Dusan Ilic nun im Podcast Dyn Timeout. Der 17-Jährige wurde als Gastspieler von Dubai Basketball angeworben, genießt aber eigentlich eine Ausbildung beim Bonner Kooperationsteam Dragons Rhöndorf.
"Dann kam die Nachricht vom Manager, dass das Spiel, das jetzt zwischen Monaco und Ares [Thessaloniki, Anm.] stattgefunden hat, unterbrochen wurde und sich die Spieler jetzt in der Tiefgarage befinden", schilderte Ilic weiter. "Wir haben uns gewundert, was los ist, bis uns erklärt wurde, dass noch eine Gefahr wegen Raketenangriffen über Dubai bzw. Abu Dhabi besteht." Nach einem Versuch der Fortsetzung und einem erneuten Angriff wurde das Turnier kurzerhand abgebrochen.
Panik habe der Teenager in diesem Moment zwar nicht verspürt, allerdings sei es in dem Moment etwas chaotisch zugegangen. "Es war eher so, dass nichts mehr wirklich organisiert war. Man hat es nicht wirklich realisiert. Aber letztlich war es auch nicht so, dass wir viel davon spüren konnten, was passiert ist."
Weil bislang alle Flüge gestrichen wurden, sitzen die Youngsters weiterhin in den Emiraten fest. Die ersten Verbindungen sind für den 5. März angekündigt, wenngleich auch das unwahrscheinlich erscheint. "Die Mannschaften stehen in engem Austausch mit der EuroLeague. Selbst die versuchen eine Lösung zu finden, die Teams auszufliegen, weil der ganze Luftraum gesperrt wurde."
Aktuell ist Ilic, der von seiner Familie begleitet wird, in einem Apartment in der Nähe des Zentrums von Abu Dhabi untergebracht. Vor Ort gehe es derzeit sehr ruhig zu; man sehe kaum Menschen auf den Straßen, auch die Geschäfte hätten weitgehend geschlossen. Dennoch macht er klar: "Man merkt keinen großen Unterschied zu den Tagen zuvor. (...) Ich kann zusammenfassend sagen, dass ich mich schon sicher fühle."
jos