basketball-world header logo
    • Basketball Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NBA
    • WNBA
    • NCAA
  • Deutschland
    • BBL
    • DBBL
    • Pro A
    • BBL Pokal
  • Europa
    • EuroLeague
    • Eurocup
    • Champions League
    • FIBA Europe Cup
  • FIBA World Cup
    • Basketball-WM
    • WM der Frauen in Berlin
  • Sonstiges
    • Wir über uns
    • Instagram
    • Facebook
    • Linkedin
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NBA

    vor 20 Stunden

    Chicago in der Offseason-Analyse

    Neustart mit Caleb Wilson: Haben die Bulls endlich einen Plan?

    Die Chicago Bulls haben ihren Kader und die sportliche Führung grundlegend verändert. Top-Pick Caleb Wilson soll zum Gesicht des Neuaufbaus werden, während erfahrene Neuzugänge verhindern sollen, dass die Mannschaft vollständig im Tabellenkeller verschwindet.

    Caleb Wilson
    Caleb Wilson ist der neue Superstar in Chicago. picture alliance / AP Photo/Ian Maule

    Chicago Bulls: Was wurde in der Offseason gemacht?

    Der eigentliche Umbruch hatte bereits während der vergangenen Saison begonnen. Rund um die Trade-Deadline absolvierte Chicago sieben Trades und trennte sich unter anderem von Coby White, Ayo Dosunmu und Nikola Vucevic. Damit verschwanden auch die letzten prägenden Spieler einer Ära, die über Jahre kaum über das Play-In-Turnier hinausgekommen war.

    Anschließend wurde auch die sportliche Führung ausgetauscht. Bryson Graham ersetzte Arturas Karnisovas als wichtigsten Entscheidungsträger im Front Office, Tiago Splitter übernahm für Billy Donovan als Headcoach. Beide sollen einen Neuaufbau gestalten, den Graham bereits als mehrjähriges Projekt bezeichnet hat.

    Der wichtigste Baustein kam über den Draft. Mit dem vierten Pick wählten die Bulls Caleb Wilson, der in einer starken Draftklasse zu den Spielern mit dem größten Entwicklungspotenzial zählt. In der Summer League unterstrich er das mit 23,5 Punkten, 7,2 Rebounds und 2,5 Blocks pro Spiel. Zudem überraschte der Forward mit einem bereits gut funktionierenden Distanzwurf.

    An Position 15 entschied sich Chicago für Dailyn Swain. Der frühere Texas-Flügel bringt starke körperliche Voraussetzungen und einen gefährlichen Zug zum Korb mit, muss aber vor allem seinen Dreier weiterentwickeln. Gemeinsam mit Wilson, Matas Buzelis und Ex-Ulmer Noa Essengue soll er den jungen Kern der Bulls bilden.

    Trotz des Neuaufbaus investierte Chicago auch in erfahrene Spieler. Norman Powell unterschrieb für zwei Jahre und rund 44 Millionen Dollar, wobei das zweite Jahr eine Teamoption enthält. Nic Claxton kam per Trade aus Brooklyn. Zudem verlängerten die Bulls mit Zach Collins für zwei Jahre und 17 Millionen Dollar.

    Chicago Bulls: Das voraussichtliche Depth Chart

    PositionStarter2. Option3. Option4. Option
    PGJosh GiddeyTre JonesRob Dillingham-
    SGNorman PowellDailyn Swain--
    SFMatas BuzelisIsaac OkoroPatrick Williams
    PFCaleb WilsonNoa EssengueLeonard Miller
    CNic ClaxtonZach CollinsJalen Smith-

    Chicago Bulls: Überblick Zu- und Abgänge

    Zugänge: Caleb Wilson (Rookie), Dailyn Swain (Rookie), Norman Powell (Free Agent), Nic Claxton (Nets)

    Abgänge: Anfernee Simons (76ers), Collin Sexton (Lakers), Guerschon Yabusele (Panathinaikos), Nick Richards (Heat), Yuki Kawamura (Clippers), Mac McClung (Girona)

    Vertragsverlängerung: Zach Collins (zwei Jahre, 17 Millionen Dollar)

    Weitere Veränderungen: Tiago Splitter ersetzt Billy Donovan als Headcoach, Bryson Graham übernimmt die sportliche Leitung

    Chicago Bulls: Was ist die Ausrichtung der Franchise?

    Die Bulls befinden sich offiziell im Neuaufbau, verfolgen aber keine klassische Tanking-Strategie. Aufgrund der veränderten Lottery-Regeln gibt es für die schwächsten Mannschaften weniger Anreize, möglichst viele Spiele zu verlieren. Graham nutzt die vorhandene finanzielle Flexibilität deshalb, um junge Talente mit erfahrenen und kurzfristig gebundenen Spielern zu umgeben.

    Im Mittelpunkt steht Wilson. Der 20-Jährige bringt nicht nur enormes sportliches Potenzial mit, sondern auch eine Energie und Begeisterung, die den Bulls in den vergangenen Jahren häufig gefehlt hat. Gelingt seine Entwicklung, könnte er zur lange gesuchten Identifikationsfigur und zum neuen Gesicht der Franchise werden.

    Daneben stehen Buzelis und Giddey vor wichtigen Spielzeiten. Beide deuteten in der vergangenen Saison an, dass sie den Sprung in die nächste Leistungsklasse schaffen können. Buzelis soll sich als vielseitiger Scorer auf dem Flügel etablieren, während Giddey die Offensive organisiert und mit seiner Größe im Backcourt für Vorteile sorgt.

    Powell passt trotz seines Alters von 33 Jahren in dieses Konzept. Der All-Star erzielte in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils mindestens 21,7 Punkte und gibt Chicago einen verlässlichen Scorer. Gleichzeitig bindet sein Vertrag die Franchise nur kurzfristig. Entwickelt sich die Saison nicht wie erhofft, könnte Powell bereits an der Trade-Deadline wertvolles Kapital einbringen.

    Ähnlich verhält es sich mit Claxton. Nach einer schwächeren Saison in Brooklyn ist der Center ein Kandidat für ein Comeback. Seine Beweglichkeit und seine Rim-Protection passen besser zum jungen Kern als das langsamere Spiel von Vucevic. Vor allem Wilson und Buzelis könnten davon profitieren, neben einem defensiv orientierten Center zu spielen.

    Giddey und Buzelis müssen den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen.
    Giddey und Buzelis müssen den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen. IMAGN IMAGES via Reuters Connect

    Chicago Bulls: Wo liegen die Schwächen?

    Die erste Frage betrifft das Shooting. Neben Powell kommt relativ wenig. Giddey ist kein konstant gefährlicher Distanzschütze, Swains Wurf gilt noch als Baustelle und auch Claxton sorgt außerhalb der Zone für keine Räume. Wilson traf in der Summer League zwar überraschend gut, muss diese Leistung aber erst über eine komplette NBA-Saison bestätigen.

    Defensiv besitzt der Kader mit Claxton und Okoro interessante Einzelspieler, als Einheit muss sich die Mannschaft jedoch erst finden. Der neue Trainer Splitter soll ein Team formen, dessen zahlreiche junge Spieler naturgemäß noch Fehler machen werden. Gerade im Halbfeld könnte Chicago gegen eingespielte Mannschaften Probleme bekommen.

    Mehr zum Thema
    • "Habe mehr erwartet": Ex-Ulmer Essengue bei den Bulls schon unter Druck
    • Sieben Deutsche und aggressive 76ers: Das große Power-Ranking des Ostens
    • "Sie werden ihn vergessen": LeBrons brisante Ansage über Jordan

    Hinzu kommt der schwierige Spagat zwischen Entwicklung und kurzfristigem Erfolg. Wilson, Swain, Buzelis und Essengue benötigen Minuten und Freiheiten, um Fehler machen zu dürfen. Powell und weitere Veteranen erhöhen dagegen den Druck, um das Play-In zu kämpfen. Splitter muss Rollen finden, die beiden Zielen gerecht werden.

    Chicago Bulls: Prognose

    Auf dem Papier sind die Bulls wahrscheinlich schwächer als in der vergangenen Saison. Für einen Platz am absoluten Tabellenende ist der Kader um Powell, Giddey, Buzelis, Wilson und Claxton aber zu talentiert. Sollte Wilson seine Leistungen aus der Summer League bestätigen, kann Chicago deutlich unangenehmer werden als von vielen erwartet.

    Die direkten Playoff-Plätze dürften noch außer Reichweite liegen, das Play-In ist in der Eastern Conference jedoch möglich. Damit droht auf den ersten Blick erneut jenes Mittelmaß, in dem die Bulls jahrelang feststeckten. Der entscheidende Unterschied: Diesmal gibt es mit Wilson und dem jungen Kern eine erkennbare Perspektive. Chicago ist noch nicht zurück - aber die Franchise scheint erstmals seit langer Zeit zu wissen, wohin sie will.

    Folge basketball-world.news auf Instagram!

    red