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    Basketball - EuroCup

    vor 8 Stunden

    Alles zum neuen EuroCup

    Neues Format, neue Favoriten - und was ist für die deutschen Teams drin?

    Runderneuert präsentiert sich der EuroCup für die anstehende Saison. 32 Teams, vier aus Deutschland, dazu zahlreiche neue Teams, die nach oben streben. Ein Blick auf die kommende Spielzeit.

    Andrea Trinchieri ist der neue Coach von PAOK Thessaloniki.
    Andrea Trinchieri ist der neue Coach von PAOK Thessaloniki. IMAGO/Scanpix

    EuroCup: Das neue Format

    Statt 20 wird es in dieser Saison gleich 32 Vertreter im EuroCup geben, davon gleich sechs Teams aus Italien. Statt zwei Gruppen a zehn Teams werden die 32 Mannschaften auf vier Staffeln verteilt. Somit sinkt die Belastung ein wenig, der Spielplan in der Gruppenphase wurde um vier Spiele gekürzt.

    Die besten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale. Ab der K.o.-Phase wird dann ausschließlich im Best-of-Three-Modus gespielt, ebenfalls eine Neuerung im Vergleich zum Vorjahr. Damals gab es im Achtel- und Viertelfinale jeweils nur ein einziges Spiel.

    Das letzte Finale ist für den 30. April 2027 angesetzt. Der Gewinner des EuroCups bekommt das Recht, in der folgenden Saison in der EuroLeague anzutreten. Der aktuelle Titelträger Bourg verzichtete jedoch, da man den Anforderungen für Europas Königsklasse nicht gewachsen war.

    Darüber hinaus wurde auch die Lizenzierung etwas verändert. 20 Teams erhielten eine Zulassung für fünf Jahre, darunter Ulm, Chemnitz und die Skyliners. Die restlichen zwölf Mannschaften - namentlich Maxima Roma, Roma BC, Napoli, Manresa, Burgos, Bosna, BC Balkan, Rostock, Rigas Zelli, Siauliai, Wroclaw und Tofas - sind zunächst einmal nur in der anstehenden Spielzeit am Start.

    Cedi Osman wechselte im Sommer von Panathinaikos zu PAOK.
    Cedi Osman wechselte im Sommer von Panathinaikos zu PAOK. IMAGO/ZUMA Press Wire

    EuroCup: Die Favoriten

    PAOK Thessaloniki

    Andrea Trinchieri ist neu an der Seitenlinie, dazu wurde für Cedi Osman oder auch Nick Calathes tief in die Tasche gegriffen. PAOK will in Europas Spitze und dafür wurde ordentlich investiert. Mit Cliff Omuruyi (Baskonia) wurde ein EuroLeague-erprobter Big Man geholt, Rai’Quan Gray (AEK Athen) war im Vorjahr einer der besten Spieler der Champions League.

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    • Der Kader von PAOK

    Bahcesehir

    Im Vorjahr war im Halbfinale Schluss, doch das Team aus Ankara will einen neuen Anlauf nehmen. In Marcquiese Reed wurde der zweimalige MVP und dreifache Topscorer der türkischen Liga geholt, dazu tummeln sich auf Guard auch noch Aleksa Avramovic, Malachi Flynn oder der deutsche Ex-Nationalspieler Ismet Akpinar. Dazu ist auch noch Mateusz Pontika da und für den Frontcourt wurde Isiaha Mike von den Bayern losgeeist. Vermutlich könnte diese Mannschaft auch gut in der EuroLeague mithalten.

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    • Der Kader von Bahcesehir

    Teneriffa

    Haben es die alten Haudegen noch drauf? Nach vielen Jahren in der Champions League versuchen sich die Kanaren erstmals im EuroCup. Das Gerüst bilden weiterhin Marcelinho Huertas (43), Aaron Doornekamp (40) und Giorgi Shermadini (37), doch mit Vince Hunter kam noch einmal Scoring-Power aus Russland dazu. Diese Mannschaft ist seit Jahren eingespielt, darum sollte mit ihnen trotz der vielen Oldies erneut zu rechnen sein.

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    • Der Kader von Teneriffa
    Tim Schneider
    Aus Japan in die Türkei: Tim Schneider. IMAGO/Beautiful Sports

    Türk Telekom

    Das Team aus Ankara holte in Jerrick Harding (Rytas) den besten Spieler der vergangenen BCL, dazu wurden auch Shaq McKissic, Tim Schneider oder Ismael Bako verpflichtet. Auf dem Flügel sorgt der ehemalige Warriors-Forward Anthony Lamb für Scoring. In der Spitze ist das ein exzellenter Kader, doch im Vergleich zu den anderen Favoriten fällt die Qualität dahinter doch stark ab.

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    • Der Kader von Türk Telekom

    Hapoel Jerusalem

    Die schwere Verletzung von Jared Harper ist ein Rückschlag, doch mit Lorenzo Brown wurde bereits ein hochwertiger Ersatz präsentiert. Dazu sind mit Shake Milton und Jaleen Smith weitere starke Guards im Aufgebot. Spannend wird vor allem, wie sich Kenneth Lofton Jr. und David Roddy in Europa präsentieren werden. Schlagen sie ein, dann kann Hapoel um den Titel spielen.

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    • Der Kader von Hapoel Jerusalem

    EuroCup: Die Gruppen im Überblick

    ABCD
    Le Mans (FRA)Türk Telekom (TUR)Bourg (FRA)Bosna (BIH)
    Jerusalem (ISR)Cluj-Napoca (ROU)Tofas (TUR)Bahcesehir (TUR)
    Burgos (ESP)Teneriffa (ESP)Buducnost (MNE)Manresa (ESP)
    Ljubljana (SLO)Venedig (ITA)Trento (ITA)Ulm (GER)
    Derthona (ITA)Maxima Roma (ITA)Napoli (ITA)BC Roma (ITA)
    Aris (GRE)Siauliai (LTU)Neptunas (LTU)Lietkabelis (LTU)
    Rostock (GER)London Lions (GBR)Chemnitz (GER)PAOK (GRE)
    Rigas Zelli (LAT)Skyliners (GER)Wroclaw (POL)BC Balkan (BUL)
    Erreichte im Vorjahr mit Chemnitz das Achtelfinale: Coach Rodrigo Pastore
    Erreichte im Vorjahr mit Chemnitz das Achtelfinale: Coach Rodrigo Pastore IMAGO/Eibner

    Welche Chancen haben die deutschen Teams?

    Im Vorjahr schaffte es mit den Niners Chemnitz zumindest ein Klub ins Achtelfinale, doch seit Alba Berlin in der Saison 2018/19 schaffte es kein Bundesliga-Vertreter es in die Runde der letzten Vier. Alba unterlag damals mit einem 17-jährigen Franz Wagner im Finale gegen Valencia. Bayern (2018) und erneut Alba (2010) standen ansonsten noch im Halbfinale.

    Die Chancen, dass es diesmal ein deutsches Team schafft, sind jedoch gering. Es dürfte schon als Erfolg gelten, wenn zumindest zwei Mannschaften die Gruppenphase überstehen. Die besten Chancen dafür dürfte ratiopharm Ulm haben, die ein wenig davon profitieren, dass die AS Monaco nach dem Finanzkollaps von Bosna Sarajevo ersetzt wurde. Mit Bahcesehir und PAOK sind in der Gruppe D zwar absolute Schwergewichte mit dabei, doch im Kampf um die Plätze dahinter sollte sich der Meister von 2023 zumindest mit Manresa und Doncic-Klub Roma auf Augenhöhe befinden.

    In der Chemnitzer Gruppe C gibt es dagegen keinen klaren Favoriten. Titelverteidiger Bourg musste fast das komplette Team austauschen, Kontinuität gibt es dagegen bei Buducnost, die aber zuletzt zweimal im Achtelfinale scheiterten. Mit Napoli, Trento und Tofas sollten sich die Sachsen aber messen können.

    Knüppeldick kommt es dagegen für Rostock, die zwar Außenseiter Riga in ihrer Staffel haben, ansonsten aber dicke Bretter bohren müssen. Es bräuchte schon eine faustdicke Überraschung, wenn der Debütant gleich vier Mannschaften hinter sich lassen würde. Ähnlich sieht es auch bei den Skyliners aus, die aus Pot 8 kommend, natürlich schwere Lose erhielten. Auch hier ist ein Weiterkommen kaum realistisch, zumindest der litauische Vertreter Siauliai sollte aber in Schach gehalten werden.

    rar