basketball-world header logo
    • Basketball Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NBA
    • WNBA
    • NCAA
  • Deutschland
    • BBL
    • DBBL
    • Pro A
    • BBL Pokal
  • Europa
    • EuroLeague
    • Eurocup
    • Champions League
    • FIBA Europe Cup
  • FIBA World Cup
    • Basketball-WM
    • WM der Frauen in Berlin
  • Sonstiges
    • Wir über uns
    • Instagram
    • Facebook
    • Linkedin
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NBA

    vor 2 Stunden

    Der neue Teil im Test

    NBA 2K27: Das beste Gameplay seit Jahren - doch ein Aber bleibt

    Nicht nur die neue NBA-Saison steht in den Startlöchern - auch das neue NBA 2K. Die aktuelle Ausgabe hat diverse Spielerwünsche in die Tat umgesetzt. Auf die grundlegendste Kritik wurde allerdings nicht eingegangen.

    Ist NBA 2K27 ein Volltreffer, oder funkt ein altbekanntes Problem dazwischen? 2K

    Sperrige Bewegungen von Spielern, ein zu eindimensionaler CPU-Gegner - das sind Kritikpunkte, die die Spieler von NBA 2K seit Jahren äußern. In der neuen Ausgabe hat sich Visual Concepts unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz diesen angenommen - und gute Fortschritte gemacht.

    Die Bewegungsabläufe auf dem Feld wirken flüssiger. Insbesondere der Zug zum und Abschluss unter dem Korb fühlen sich näher an der Realität an, was nicht zuletzt auch am neu eingeführten dynamischen Finishing liegt. Die Art und Weise, wie Spieler Punkte erzielen orientiert sich stärker daran, wie jene Stars dabei in Wirklichkeit aussehen.

    Überarbeitet hat das Entwicklerstudio auch das Rhythm-Shooting, was beim Vorgänger Kritik dafür erntete, die Offensive vermeintlich zu leicht zu gestalten. In 2K27 haben Spieler, die das Werfen mit dem rechten Stick priorisieren, weiterhin einen Vorteil gegenüber dem "Button-Werfen". Dafür müssen sie aber auf einen zusätzlichen Strich in der Wurfanzeige achten, um den Zeitpunkt des Abwerfens genau zu timen. Im Gegensatz zu früheren Umsetzungen ist es dieses Mal gut gelungen, ein besseres Verhältnis aus Schwierigkeitsgrad des Timings und Trefferquote auszubalancieren.

    KI-CPU bringt Singleplayer auf ein neues Niveau

    Zusätzlich haben die Entwickler im Hinblick auf das Gameplay eine weitere spannende Neuerung im Gepäck: Künstliche Intelligenz wurde nun noch stärker als ohnehin schon in den Vorjahren ins Gameplay eingebunden. Und das ist zu spüren - ob als Einzelspieler oder auch im Multiplayer-Modus anhand der nicht ausgewählten Akteure. NPCs bewegen sich klüger, rotieren defensiv besser zur Hilfe und setzen offensiv passendere Cuts.

    Letzteres kompensiert auch die Schwächung für offensive Spieler in Eins-gegen-Eins-Situationen. War es in 2K26 noch einfacher möglich, schlicht durch Tempodribblings und physische Hartnäckigkeit an Verteidigern vorbeizuziehen, müssen sich Controllerhaltende inzwischen mehr einfallen lassen. Gleichzeitig stehen der Defensive indessen mehr Fähigkeiten zur Verfügung, um das Ungleichgewicht des Vorjahres in ein besseres Verhältnis zu bringen.

    MyCareer bringt spannende Neuerungen - mit einem großen Manko

    Die wohl größten Neuerungen abseits des Spielgefühls bringt die Spielerkarriere mit sich. So steht mit der "NBA 2K HQ"-App eine Weiterentwicklung zur veralteten "MyNBA 2K"-App zur Verfügung, die auch den Gesichtsscan auf eine neue Stufe gebracht und eine verbesserte Übersichtlichkeit geschaffen hat.

    Für viele relevanter sind jedoch die neuen Story-Modi. Hier bietet 2K in diesem Jahr mit Fire & Concrete und MyCareer Eras zwei spannende Neueinführungen an. Ersteres zeichnet den Weg des Spielers nach Wahl schon ab dessen High-School-Karriere über die G-League in die NBA. Insgesamt elf - aufgrund sich ähnelnder Missionen (Rucker Park, Rucker Park, Rucker Park) teilweise etwas zäh wirkende - Kapitel sind dafür vorgesehen und damit rund doppelt so viele wie noch beim Vorgänger.

    Mehr Eigenwerbung hat die Marketing-Abteilung jedoch für den neuen Eras-Modus betrieben. Statt nur in der Gegenwart aktiv zu sein, kann man nun in einige der legendärsten Epochen der NBA-Geschichte eintauchen. Zur Auswahl stehen: Magic Johnson/Larry Bird, Michael Jordan, Kobe Bryant, LeBron James und Stephen Curry.

    Es ist schon eine coole Sache, den eigenen Namen im jeweiligen Design damaliger TV-Übertragungen zu sehen. Ein entsprechender Filter vermittelt darüber hinaus noch stärker das Gefühl, Teil jener Zeiten zu sein. 2K erweckt diese für viele längst vergessenen Momente der Sportgeschichte auf spannende Art noch einmal zum Leben.

    Überhaupt nicht praktisch ist allerdings, dass man in jene Ära mit einem Spieler startet, der sich sportlich maximal auf College-Niveau befindet. Ein Akteur zu Beginn seiner Entwicklung (60 Gesamtrating) soll Prime-Jordan verteidigen? Man kann sich vorstellen, wie das ausgeht.

    Die Lösung? Entweder den eigenen Spieler mühsam aufleveln, bis Parität gegeben ist, oder eben der 2K-Klassiker: für jede Menge Virtual Coins hoch kaufen. Pay-to-Win ist damit nun auch im Singleplayer-Modus eine Grundbedingung, wenn man nicht Wochen warten will, um in den Genuss des neuen Modus zu kommen.

    MyNBA jetzt noch näher an der NBA-Realität

    Auf das nächste Level gebracht hat Visual Concepts hingegen den MyNBA-Modus, der mit diversen Details punkten kann. Spieler haben jetzt komplexere Persönlichkeiten mit Freundschaften und Rivalitäten zueinander, die sich konkret auf die Stimmung auswirken - wenngleich das Feature noch am Anfang seiner Entwicklung zu sein scheint.

    Für Kaderplaner gibt es zudem noch mehr Möglichkeiten, das Schicksal der eigenen Franchise zum Positiven zu beeinflussen. Verhandlungen wurden ausgeweitet, sodass man unter anderem seinen Starspielern die Verpflichtungen von Freunden zusagen kann (man erinnere nur an die Antetokounmpo-Familie als echtes Vorbild). Dazu wurden die Trade-Regeln noch stärker an den tatsächlichen Tarifvertrag (CBA) angepasst, was mehr Realismus und Herausforderung schafft. Neu sind zudem Buyouts, Vierteam-Trades und Cash Considerations.

    Fazit

    Die neue Ausgabe von NBA 2K hat im Test überzeugt. Das viel kritisierte Gameplay ist flüssiger geworden, das Ungleichgewicht zugunsten der Offensive wurde gefixt und auch das Rhythm Shooting ist besser durchdacht. In Modi wie MyCareer oder MyNBA geht 2K jetzt noch stärker in die Tiefe - für die vielen Basketballnerds an den Bildschirmen bieten sich Chancen, die komplizierten Trade-Regeln sowie die lange Ligageschichte noch besser kennenzulernen.

    Gleichwohl ist Pay-to-Win als Grundprinzip nicht nur erhalten geblieben, sondern insbesondere im Singleplayer nun noch stärker verankert als zuvor. Was den Spielspaß aber nicht entscheidenden mindern kann. Unter dem Strich bleibt somit eine der besten Ausgaben der letzten Jahre.

    Julius Ostendorf