Nick Weiler-Babb steht vor einem Abgang vom FC Bayern Basketball. Wie mehrere Medien überstimmend melden, wird sich der deutsche Nationalspieler nach der Saison Anadolu Efes Istanbul anschließen.
Der Spielmacher hat in München noch einen Vertrag bis 2026, weswegen die Münchner dafür entschädigt werden. Im Raum steht eine hohe sechsstellige Summe, welche der EuroLeague-Champion von 2021 und 2022 zahlen wird.
Für die Bayern ist dies dennoch ein herber Schlag, schließlich war Weiler-Babb, der 2020 aus Ludwigsburg an die Isar kam, über die Saison der verlässlichste Spieler und mit seinen All-Around-Qualitäten nicht zu ersetzen. Sowohl in der BBL als auch in der EuroLeague wurde "NWB" zum Verteidiger des Jahres ausgezeichnet und spielte unter dem ehemaligen Nationaltrainer Gordon Herbert die beste Saison seiner Karriere.
In Istanbul soll der Point Guard einen Dreijahresvertrag erhalten. Die Türken erreichten durch einen starken Schlussspurt in der EuroLeague noch die Playoffs und scheiterten im Viertelfinale erst nach fünf Spielen an Panathinaikos Athen. Mit Weiler-Babb erhalten die Istanbuler einen weiteren flexiblen Guard, der womöglich an der Seite von Ex-MVP Shane Larkin den Backcourt bilden könnte.
FC Bayern Basketball: Weitere Abgänge drohen
Inzwischen ist Weiler-Babb aber nicht mehr nur ein exzellenter Verteidiger, sondern machte offensiv große Fortschritte. In knapp 27 Minuten legte der DBB-Spieler in der EuroLeague durchschnittlich 8,2 Punkte, 4,9 Assists sowie 1,5 Steals, dazu verwandelte der 29-Jährige starke 43,5 Prozent seiner Dreier.
Neben Anadolu Efes wurden auch die AS Monaco und Olympiakos Piräus als mögliche Interessenten gehandelt, den Zuschlag bekommt nun scheinbar das Team aus Istanbul. Für die Bayern könnte das nicht der letzte namhafte Abgang gewesen sein. Topscorer Carsen Edwards wird bei Paris und Roter Stern Belgrad gehandelt, das Hamburger Abendblatt meldete zudem, dass auch bei Center Devin Booker die Zeichen auf Abschied stehen.