vor 12 Stunden
Griechische Rivalen geraten erneut aneinander
Zwischen den griechischen Rivalen Panathinaikos und Olympiakos ist ein neuer Konflikt entbrannt. Panathinaikos verlangt von der EuroLeague die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Olympiakos-Coach Georgios Bartzokas.

Auslöser sind die Szenen unmittelbar nach dem Spiel von Olympiakos bei Virtus Bologna. Marcus Carr hatte die Partie mit einem Dreier in letzter Sekunde entschieden, woraufhin mehrere Virtus-Spieler in der Nähe von Bartzokas feierten. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie es anschließend zu einem Gerangel kommt und der Trainer einen auf ihn zulaufenden Spieler wegstößt.
Panathinaikos-Besitzer Dimitris Giannakopoulos forderte über Instagram eine Untersuchung des Vorfalls. Er kritisierte, dass Spieler und Funktionäre für Äußerungen über Schiedsrichter teilweise hohe Geldstrafen erhielten, bei körperlichen Auseinandersetzungen jedoch nicht konsequent genug reagiert werde. "Entweder schützen wir das Produkt oder nicht", erklärte Giannakopoulos.
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Panathinaikos reichte anschließend eine offizielle Beschwerde bei der EuroLeague ein und verlangt eine beispielhafte Bestrafung des Olympiakos-Trainers. Der Klub verweist dabei nicht nur auf die Szenen in Bologna, sondern wirft Bartzokas wiederholtes Fehlverhalten in den vergangenen Jahren vor. Genannt wurden unter anderem frühere Auseinandersetzungen mit Zuschauern und Vorfälle beim Final Four in Abu Dhabi.
Olympiakos reagierte auf die Vorwürfe mit einem kurzen Beitrag bei X. "Es ist Schmerz - und er wird nicht vergehen", schrieb der amtierende EuroLeague-Champion. Die Aussage dürfte als Seitenhieb auf den Titelgewinn der Vorsaison gemeint sein, den Olympiakos ausgerechnet auf dem Parkett des Erzrivalen Panathinaikos gefeiert hatte. Eine Entscheidung der EuroLeague über ein mögliches Verfahren steht noch aus.
sgm