29.11.2025
Vorstand hatte zunächst abgelehnt
Partizan Belgrad hat am Freitagnachmittag offiziell bestätigt, dass Zeljko Obradovic seinen Rücktritt als Cheftrainer vollzieht. Der 65-Jährige bleibt trotz mehrerer Gespräche und intensiver Bemühungen des Vereins bei seiner Entscheidung, den Klub mit sofortiger Wirkung zu verlassen.

Obradovic hatte seinen Rücktritt bereits nach der Auswärtsniederlage gegen Panathinaikos angekündigt. In den vergangenen Tagen versuchte die Vereinsführung, den erfolgreichsten Trainer Europas umzustimmen. Laut offizieller Mitteilung bot Partizan dem Coach "transparente und uneingeschränkte Unterstützung" sowie weitreichende Maßnahmen an, einschließlich möglicher Kaderveränderungen. Doch Obradovic erklärte, dass er sich mit der aktuellen Situation nicht mehr identifizieren könne und die tägliche Arbeit auf diesem Niveau seine Gesundheit beeinträchtige.
Die finale Sitzung zwischen Obradovic und der Vereinsführung dauerte mehr als zwei Stunden und umfasste eine ausführliche Analyse der sportlichen Lage sowie verschiedener Lösungsansätze. Trotz mehrerer Vorschläge blieb der Coach bei seinem Entschluss, den Klub zu verlassen. Partizan würdigte die Bedeutung Obradovics in einem Statement und betonte, dass "die Türen des Vereins für ihn immer offen stehen werden".
In der kommenden Woche tritt der Partizan-Vorstand erneut zusammen, um einen neuen sportlichen Verantwortlichen zu bestimmen und die Weichen für die strategische Neuausrichtung zu stellen. Eine Pressekonferenz soll nach Abschluss dieser Entscheidungen angekündigt werden.
Obradovic hinterlässt bei Partizan eine sportliche und symbolische Lücke, die der Verein selbst als "schwer zu füllen" bezeichnet.
kon