vor 16 Stunden
Es kommt noch dicker für die Clippers
Die schlechten Nachrichten für die Los Angeles Clippers reißen einfach nicht ab. Nach den historischen Sanktionen der NBA für die Salary-Cap-Umgehung interessieren sich nun auch die US-Behörden für den Fall.

Wie die New York Times berichtet, habe die US-Staatsanwaltschaft aus Brooklyn die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem nicht genehmigten Werbevertrag von Kawhi Leonard aufgenommen.
Im Fokus stehe demnach insbesondere der Daktronics-Deal. Das Unternehmen lieferte den Videowürfel für die neue Heimarena der Clippers. Laut Erkenntnissen der NBA-Untersuchung habe das Franchise für Leonard eine Provision beim Vertragsabschluss zugesichert und auch die Höhe der finanziellen Leistung vorgeschrieben. Eine solche Zahlung würde die verpflichtende Gehaltsobergrenze aller NBA-Teams umgehen.
Dem Bericht zufolge habe die Staatsanwaltschaft "mindestens eine Vorladung" versandt. Laut Times wollten sich die Behörden vorerst nicht dazu äußern.
Auch die Clippers halten derweil Stillschweigen. Das Team aus Kalifornien sowie Besitzer Steve Ballmer, der von der NBA für ein Jahr lang von jedweden Team- und Franchiseaktivitäten gesperrt wurde, beraten sich derzeit offenbar noch darüber, wie man den NBA-Sanktionen begegnen wolle.
Die zunächst angestrebte Vermittlung wurde von der NBA abgelehnt. Eine solche ist laut Tarifvertrag nur dann möglich, wenn der betroffene Spieler darum bittet. Leonard macht derzeit allerdings keine Anstalten, den Vorfall in die Länge ziehen zu wollen. Den Clippers bliebe demnach lediglich die Möglichkeit, gegen die Strafen vor Gericht zu ziehen. Hier befürchte man aber wohl, dass sensible Informationen im Zuge der Verhandlungen an die Jury und damit an die Öffentlichkeit treten könnten.
Für die Staatsanwaltschaft in Brooklyn ist es nicht die erste Untersuchung im Zusammenhang mit der NBA. Bereits fast 20 Jahren beschäftigt sich das New Yorker Büro intensiv mit Rechtsumgehungen aus der Basketballliga. Die Ermittlungen gegen den korrupten Schiedsrichter Tim Donaghy im Jahr 2007 wurden ebenso von den hiesigen Anwälten betreut wie jene um das illegale Sportwettensystem, an denen auch die NBA-Spieler Malik Beasley und Ed Davis beteiligt sein sollen.
jos