vor 14 Stunden
Nachholbedarf in New York
Nach dem deutlichen Halbfinal-Aus der New York Liberty in der WNBA zieht Leonie Fiebich Bilanz. Die deutsche Nationalspielerin erklärt, was ihrem Team im Vergleich zur Meisterschaft 2024 gefehlt hat, und fordert Veränderungen.

Für Leonie Fiebich und die New York Liberty ist der Traum vom zweiten WNBA-Titel nach 2024 geplatzt. Nach dem überraschenden Sieg gegen Hauptrundensieger Minnesota Lynx scheiterte das Team im Halbfinale deutlich an den Atlanta Dream. Die Best-of-Five-Serie ging mit 0-3 verloren. Im Anschluss an das Saisonende äußerte sich die deutsche Nationalspielerin kritisch über die Entwicklung ihrer Mannschaft und erklärte, was New York auf dem Weg zurück an die Spitze fehlt.
Wie Fiebich bei der abschließenden Medienrunde berichtet, vermisst sie vor allem Eigenschaften, die New York beim Titelgewinn vor zwei Jahren ausgezeichnet hatten. "Wir haben 2024 gewonnen, weil wir die nötige Härte, das Talent und die Teamchemie hatten", erklärte Fiebich. Diese Qualitäten müsse die Mannschaft wiederfinden, um auf höchstem Niveau konkurrenzfähig zu sein. "Von uns wird ein gewisser Standard erwartet. Diese Mannschaft will in die Finals und weiterhin gewinnen", betonte sie.
Besonders wichtig sei dabei das Miteinander innerhalb der Mannschaft. Fiebich sprach sich für eine positive Atmosphäre in der Kabine aus, in der sich alle Spielerinnen wohlfühlen und Freude an der gemeinsamen Arbeit haben. Dabei hatte New York seinen prominent besetzten Kader vor der Saison unter anderem mit Satou Sabally verstärkt. Verletzungen und personelle Veränderungen verhinderten aber, dass sich eine konstante Formation einspielen konnte.
Die Liberty hatten sich nach dem frühen Playoff-Aus 2025 von Meistertrainerin Sandy Brondello getrennt und Chris DeMarco verpflichtet. Unter dem früheren Assistenztrainer der Golden State Warriors gewann New York zwar den Commissioner's Cup und schaltete in der ersten Playoff-Runde überraschend Minnesota aus. Im Halbfinale gegen Atlanta offenbarte die Mannschaft aber wieder Schwächen. Besonders die Defensive und viele Ballverluste bereiteten Probleme. Scon im ersten Spiel der Serie leistete sich New York 21 Turnover, aus denen Atlanta 32 Punkte erzielte.
kon