vor 19 Stunden
Fürstentum fordert Liga zur Reevaluierung auf
Das Monaco-Chaos geht in die nächste Runde. Nachdem die französische Liga LNB Pro A den Monegassen die notwendige Lizenz verweigert hat, fordert der Klub nun, eine neue Bewertung vorzunehmen. Grund dafür sei eine neue millionenschwere Einlage, die die finanzielle Situation lösen soll.

In einem Verfahren von Ende Juli bis Anfang August hatte die Liga festgestellt, dass die Finanzierung der AS Monaco für die kommende Saison nicht vollumfänglich gewährleistet sei. Daraufhin suspendierte der Verband die Monegassen vom Spielbetrieb in der französischen ersten und zweiten Liga. Auch ein Berufungsgericht bestätigte die Entscheidung später.
Nun, fast drei Wochen danach hat sich die AS offenbar immer noch nicht aufgegeben. Wie der Verein auf seiner Website schreibt, sei die Situation heute nicht mehr dieselbe wie noch vor einem Monat: "Der Verein hat die notwendigen Schritte unternommen, um seine Altverbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dritten zu begleichen." Des Weiteren habe eine neue Investitionsrunde zehn Millionen Euro in die klammen Kassen gespült.

Erst kurz vor der Gerichtsverhandlung hatte sich ein Konglomerat um den ehemaligen NBA-Spieler Jamal Mashburn zur Rettung des angeschlagenen Klubs bekannt. Damals hinterlegten die Investoren bereits sieben Millionen Euro. Die benötigten Dokumente für das Lizenzierungsverfahren trafen letztlich jedoch zu spät im Ligabüro ein.
Warum sollte die Rettung also viele weitere Wochen überhaupt möglich sein? Monaco beruft sich in seiner Argumentation auf Artikel 925 der Verbandsstatuten. Demnach müsse ein Fall neu bewertet werden, insofern relevante neue Informationen vorliegen. Im Falle der Einlage über zehn Millionen Euro treffe das aus monegassischer Sicht also zu.
"Wir bitten nicht darum, dass für die AS Monaco die Regeln geändert werden sollen. Wir bitten lediglich darum, dass die geltenden Regeln im Falle der AS Monaco angewandt werden", erklärte der Verein in seinem Statement. Eine Reaktion des französischen Verbands steht aktuell noch aus.
jos